27. September 2020

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Eine Fine Deern sorgt für ein feines Ergebnis – Erste Hof Kasselmann Hybrid Auktion weiß zu überzeugen

Kat. Nr.1 - Fine Deern (Formel Eins x Rock Forever I) Foto: Thomas Hellmann

Kat. Nr.1 - Fine Deern (Formel Eins x Rock Forever I) Foto: Thomas Hellmann

Hagen a.T.W. — Das Dressurviereck im Garten der Familie Kasselmann war festlich geschmückt, der rote Teppich ausgelegt, das Auktionspult bereit. Der Hof Kasselmann hatte seine internationale Kundschaft zur Auktion geladen, aber dieser warme Spätsommerabend des 8. August stand im Zeichen einer Premiere: Erstmals waren auch erfahrene Dressurpferde, ausgebildet bis Intermediare II, Teil der Kollektion, die in einem Hybrid-Format unter den Hammer kam. Gebote waren online, sowie vor Ort und telefonisch möglich, und alle drei Wege zum neuen Traumpferd oder Sportpartner wurden intensiv und enthusiastisch genutzt. Bis zur letzten Sekunde vor Auktionsbeginn registrierten sich Bieter online und der „Corona-konform“ hergerichtete Zuschauerbereich am Auktionsring war gut gefüllt. 

Auktionator Hendrik Schulze Rückamp zeigte sich in Bestform und erzielte neue Spitzenzahlen. Es dauerte nicht lange, bis die Preisspitze der Auktion erreicht war. Die vier-jährige westfälische Stute, Fine Deern, abstammend von dem westfälischen Reservesieger Formel Eins (Franziskus x Cornet Fever), betrat schon als zweites Pferd den Auktionsring. Dank ihres großen Bewegungspotentials hatte sie bereits im Vorfeld viel Aufmerksamkeit erhalten. Als kommende Championats-Anwärterin gehandelt war das junge Talent schnell Ziel eines Bieter-Duells zwischen Taiwan und Dänemark. Der Zuschlag fiel bei EUR 400.000 zugunsten von Langzeitkunden aus Taiwan. 

Zweitteuerstes Pferd der Auktion war mit EUR 255.000 Euro der 11-jährige San Amour Nachkomme San Silvio, der schon auf mehrere Erfolge bis zur schwersten Klasse verweisen kann. Für EUR 200.000 wechselte der typvolle, auf dem Gestüt Lewitz geborene vier-jährige Bontinue (Bon Coeur x Don Schufro x Continue) den Besitz. Interessenten aus den USA, Kanada und Frankreich boten auf die Katalognummer 2, den 10- jährigen, bereits Prix St Georges erfolgreichen Fürst Romancier Sohn, Formidable — letztendlich erhielten allerdings Käufer vor Ort den Zuschlag. 

Insgesamt sieben Auktionskandidaten wechselten den Besitz für eine sechs-stellige Summe, darunter auch der fünf-jährige Wallach Vivaldi’s Kansai, von Vivaldi x Rubinstein x Don Primero, ein Halbbruder des international erfolgreichen Weltcup-Siegers Duke of Britain und ehemaligen Bundeschampions, Bitcoin OLD. Die Qualität der Kollektion rechtfertigte den Aufwand und die geradezu ausgelassene Stimmung der Bieter. 13 Dressur-Pferde wussten das internationale Publikum zu überzeugen und erzielten das sensationelle Gesamtergebnis von 1,6 Mio Euro. Das Verhältnis von Bietern aus dem Saal und online Geboten war nahezu 50-50. 

„Die Nachfrage war groß und das neue Hybrid-Format hat sich auf Anhieb bewährt. Wir sind auf dem richtigen Weg mit einem System der Zukunft.“, resümierte Veranstalter Francois Kasselmann. „Wir sind sehr zufrieden. Einmal mehr hat sich gezeigt: Qualitätsvolle und gut ausgebildete Pferde sind immer gefragt.

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