22. September 2020

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Haltung bewahren – Rückenschäden bei Reiter & Pferd vermeiden

Jochen Schleese Sattelanpassung Foto: Schleese

Jochen Schleese Sattelanpassung Foto: Schleese

Ob Mensch oder Tier – so ziemlich jedes Individuum leidet im Laufe seines Lebens unter Rückenschmerzen. Vor allem bei Pferd und Reiter handelt es sich dabei um ein ganz besonderes Phänomen. Denn als Ursache für die Beschwerden bei Pferden lassen sich neben einem schlecht sitzenden Sattel auch Rückenprobleme des Reiters ausmachen. „Aufgrund dieser engen Verbindung zwischen Mensch und Tier sollten beide nie getrennt, sondern immer als Einheit betrachtet und bei Beschwerden behandelt werden“, weiß Jochen Schleese, Sattlermeister und Gründer der Schleese GmbH sowie der Saddlefit 4 Life Akademie.

Sicher im Sattel

Täglich greifen viele Rädchen im Rücken eines Menschen ineinander. Dabei gilt die Wirbelsäule in ihrer Gesamtheit als wichtigstes Trageelement des Körpers. Unter besonderer Anstrengung, wie beim Reiten, wird sie entsprechend gefordert. Im Sattel federn Rückgrat, Muskeln und Bänder einerseits unterschiedliche Bewegungen ab; andererseits sind sie dafür zuständig, den Rumpf gegen die Schwerkraft, Schubkraft und eventuell die Fliehkraft im Lot zu halten. „Um all diese Herausforderungen optimal zu meistern und den Rücken zu schonen, empfehle ich jedem Reiter sportlich fit zu sein und ein genaues Augenmerk auf den Sattel zu legen“, so Jochen Schleese.

Erkrankungen vermeiden

Schlecht oder gar nicht passende Sättel stören nicht nur die Verbindung von Reiter und Pferd, sie verursachen im schlimmsten Fall, insbesondere beim Tier, Schmerzen und gesundheitliche Schäden. Dabei reicht die Bandbreite von Sattelzwang sowie Beulen und Bläschen im Bereich der Lendenpartie über Verspannungen der Muskulatur bis hin zu sogenannten Kissing Spines – hierbei stehen die Dornfortsätze der Wirbelsäule durch einen weggedrückten Rücken so nahe aneinander, dass sich diese berühren und mit der Zeit scheuern. Je nach Schweregrad der Erkrankung können Tiere dadurch beispielsweise erlahmen und sogar auf Dauer unreitbar werden.

Besser Vor- statt Nachsicht

Doch so weit muss es nicht kommen. „Wir sehen immer wieder unpassend liegende  Sättel, die von Anfang an nicht geeignet sind“, erzählt Jochen Schleese. „Dabei bildet die ideale Verbindung zwischen Mensch und Tier ein zum Pferd passendes Modell, in dem auch der Reiter gut sitzt.“ Als größte Herausforderung für die von Schleese speziell ausgebildeten Pferde und Sattel Ergonomen gilt, zwei völlig unterschiedliche Körperformen so zu verbinden, dass sich beide sicher, locker und harmonisch zusammen bewegen. Aus diesem Grund gehen die Experten bei der Wahl des optimalen Sattels immer ganzheitlich vor und vermessen stets Reiter und Pferde sehr genau. Denn die gezielte, individuelle und vor allem regelmäßige Sattelanpassung ist unabdingbar für uneingeschränkten Reitkomfort. Gleichzeitig schützt ein perfekt angepasstes Modell Mensch und Tier vor gesundheitlichen Langzeitschäden und ermöglicht beiden dauerhaften Reitspaß.

Kurzprofil:

Unter der Leitung von Geschäftsführerin Angelika Schleese stellt die Schleese GmbH mit Sitz in Köln Pferdesättel nach den höchsten Qualitätsstandards von Hand her. Den Grundstein für das Unternehmen legte ihr Bruder Jochen Schleese vor mehr als 40 Jahren. Mittlerweile leitet dieser die Geschäfte in Kanada und in den USA. Erworben werden können Schleese-Sättel über eigens ausgebildete Schleese Sattel Ergonomen. Die Basis dafür bildet die sogenannte Saddlefit 4 Life®-Philosophie (S4L) des Unternehmens. An der hierfür ins Leben gerufenen Saddlefit 4 Life® Akademie in Köln absolvieren Anwärter die entsprechende Ausbildung und erhalten damit die Qualifikation, einen Sattel optimal an die Bedürfnisse von Pferd und Reiter anpassen zu können.

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