29. September 2020

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BuCha 2020: “Wenn die Reiter zufrieden sind, bin ich auch zufrieden”

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Warendorf (fn-press). Es ist Halbzeit bei den etwas anderen Bundeschampionaten 2020 in Warendorf. Die Spring- und Vielseitigkeitspferde und Ponys sind abgereist, nun geht es mit den Reit- und Dressurpferdeprüfungen weiter. Grund für Turnierleiter Markus Scharmann, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Frage: Wie lautet Ihr Fazit nach der ersten Hälfte?
Markus Scharmann: „Ich möchte mein Fazit mit einem Bedauern beginnen. Wenn ich hier über die Anlage gehe, dann fehlen einfach die Menschen vor Ort, es die Züchter, es fehlen die Besitzer. Das ist einfach unglaublich schade und dass sie wieder dabei sind, ist das Wichtigste, was ich mir für 2021 wieder wünsche.“

Frage: Wie sah es in der ersten Woche sportlich aus?
Scharmann: „Ich glaube, dass wir es geschafft haben, eine gute Pferdsportatmosphäre herzustellen und eine Wettbewerbsatmosphäre herzustellen. Und dass wir es mit den Bundeschampionaten unter diesen Bedingungen geschafft haben, guten Sport zu sehen. Egal ob hier vor Ort oder eben halt zuhause über ClipMyHorse.TV. Wir haben den Züchtern und Besitzern die Möglichkeit gegeben, ihre jungen Pferde hier zu präsentieren, und den jungen Pferden die Chance, sich hier zu entwickeln. Es war unglaublich spannend zu sehen, was wir für Pferde wir hier hatten. Besonders hervorheben möchte ich dabei die siebenjährigen Springpferde, die in diesem Jahr erstmalig ihren Bundeschampion ermittelt haben. Ich fand, das war toller Sport mit einem verdienten Champion. Insofern muss ich sagen, fühlt es sich hier, was den sportlichen Teil angeht, gut an und ich hoffe sehr, dass wir 2021 den gesellschaftlichen Teil auch wieder dazubekommen können.“

Frage: Bundeschampionate ohne Zuschauer und Aussteller: War es dennoch championatswürdig?
Scharmann: „Es war uns wichtig, zum Beispiel durch Blumenschmuck und Deko, die Bundeschampionate so zu gestalten, dass man sofort erkennen kann, dass hier nicht irgendein Turnier, sondern ein echtes Championat stattfindet. Ich denke, das ist uns gelungen.“

Frage: Gibt es – von den genannten Einschränkungen abgesehen – auch Dinge, die man in die Zukunft beibehalten sollte?
Scharmann: „Zu einem Fazit gehört es auch, dass man sich anschaut, unter welchen Bedingungen wir jetzt diese Bundeschampionate haben stattfinden lassen. Und da möchte ich mich einmal bedanken bei den hiesigen Ordnungsbehörden. Diese haben aus meiner Sicht hervorragend mit uns kooperiert und im Grunde genommen haben wir gemeinsam herausgearbeitet, wie wir hier vor Ort auf der Veranstaltung mit den Bedingungen umgehen, und diese Ideen haben auch unterm Strich gegriffen. Das gilt zum Beispiel für den Stallbereich. Den haben wir so konzipiert, dass wir das viel luftiger haben als vorher. Hier gab übrigens durchweg positive Rückmeldungen. Und zwar weniger im Sinne von ‚Corona‘, sondern vielmehr, dass es viel besser für die Pferde sei, viel angenehmer und komfortabler. Hier ist der Wunsch groß, das beizubehalten. Es ist definitiv so, dass wir bei den Bundeschampionaten einiges gelernt haben, von dem wir sagen, das nehmen wir mit in die Zukunft. Dazu gehört der Stallbereich, aber auch die Regelungen zur Aufteilung des Geländes und der Championatsplätze sind sehr gut aufgenommen worden. Also die Verlagerung auf den Vielseitigkeitsplatz und die Burandtwiese und des Stallbereichs auf den Heueracker. Hier muss man jetzt sehen, wie das in der zweiten Hälfte bei den Dressurreitern ankommt.“

Frage: Ihr Fazit in einem Satz?
Scharmann: “Wenn die Reiter zufrieden sind, bin ich es auch”.

Alle Informtionen unter www.bundeschampionate.tv

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