22. Oktober 2020

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Alles übers Pferd

Stefanie Peters ist Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V.

Der Aufsichtsrat des ALRV (v.l.): Peter Weinberg, Baron Wolf von Buchholtz, Stefanie Peters, Dr. Thomas Förl, Wolfgang "Tim" Hammer, Jürgen Petershagen. Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch

Der Aufsichtsrat des ALRV (v.l.): Peter Weinberg, Baron Wolf von Buchholtz, Stefanie Peters, Dr. Thomas Förl, Wolfgang "Tim" Hammer, Jürgen Petershagen. Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch

Ihren ersten CHIO-Besuch? Hat sie gar nicht miterlebt, denn da war Stefanie Peters noch im Bauch der Mutter. Heute, etwas mehr als 47 Jahre später, wurde die Unternehmerin zur ersten Präsidentin des traditionsreichen Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV) gewählt.

Das Votum war eindeutig, 144 Mitglieder waren zur Generalversammlung des ALRV erschienen, einstimmig das Votum für Stefanie Peters. Wegen der Corona-Pandemie war die Versammlung von April auf den jetzigen Termin verschoben worden. Anders als gewohnt, traf man sich auch nicht im Pressezentrum, sondern Open Air im Deutsche Bank Stadion.

Die Wahl zur ersten Präsidentin in 122 Jahren ALRV-Geschichte nahm Stefanie Peters mit großer Freude an. Klar, so sagte sie, habe sie Respekt vor der Aufgabe, aber „wir stellen uns den vielen Aufgaben der Zukunft ja als Team, von daher freue ich mich sehr darauf.“ Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Stefanie Peters ehrenamtlich beim CHIO Aachen – in unterschiedlichsten Funktionen. Unter anderem war sie bereits Disziplinen-Managerin Dressur, seit 2008 ist sie Mitglied des Aufsichtsrats. Vielleicht hätte es sogar zu einer Karriere als Profireiterin gereicht, „aber da haben andere sicherlich mehr Talent“, so die geschäftsführende Gesellschafterin der Neumann & Esser Group. So bleiben immerhin zwei CHIO Aachen-Teilnahmen als Dressurreiterin.

Stefanie Peters großer Dank galt ihrem Vorgänger im Amt, Carl Meulenbergh. Dieser sei stets zuverlässig, verbindlich und geradlinig gewesen, eben ein Problemlöser und Pragmatiker. Das honorierten auch die Mitglieder: Erst gab es großen Applaus, dann wählten sie Carl Meulenbergh zum Ehrenpräsidenten. Mit viel Applaus wurde auch Wolfgang Mainz bedacht – 17 Jahre lang gehörte er dem Aufsichtsrat an, nun schied er auf eigenen Wunsch aus. Stefanie Peters stellte sich mit einem Team zur Wahl, dem Aufsichtsrat gehören nun neben ihr an: Baron Wolf von Buchholtz (Vizepräsident), Peter Weinberg, Wolfgang „Tim“ Hammer, Dr. Thomas Förl und Jürgen Petershagen.

Für Carl Meulenbergh selber war’s durchaus kein leichter Abschied. Schließlich würde ja keine Last von ihm abfallen, sondern: „Ich habe den Job immer gerne und mit viel Leidenschaft gemacht“, so Carl Meulenbergh. Zuvor hatte er auf den letzten CHIO Aachen, den CHIO Aachen 2019, zurückgeschaut, ein tolles Turnier, „ich hätte mir kein schöneres Turnier zum Abschied wünschen können.“ Aus der notwendigen Absage des CHIO Aachen 2020 habe man das Beste gemacht: Mit dem „CHIO Aachen digital“ wurde ein gänzlich neues Format aus der Taufe gehoben, ab Freitag geht beim „Aachen International Jumping“ die Springreit-Weltelite in den Aachener Parcours und am Dienstagvormittag habe man mit dem „CHIO Aachen CAMPUS“ ein zukunftsweisendes Projekt vorgestellt – „All' das zeigt, wie vital der CHIO Aachen auch in Corona-Zeiten ist und wie stark die Marke CHIO Aachen ist“, so Carl Meulenbergh.

Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des CHIO Aachen, schaute nicht nur auf einen überaus erfolgreichen sportlichen CHIO Aachen 2019 zurück, sondern informierte auch darüber, dass aus 20 nun 21 wird, der ausgefallene CHIO Aachen 2020 nun also zum CHIO Aachen 2021 wird. Das bedeutet insbesondere, dass Japan das Partnerland bleibt.

Großes könnte Aachen und Deutschland in 2032 erwarten: Olympische und Paralympische Spiele in die Region holen – das ist das Ziel der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“. Initiator Michael Mronz stellte das Konzept den ALRV-Mitgliedern vor und machte insbesondere deutlich, was durch und nicht für die Spiele entstehen und entwickelt werden kann. Themen wie vernetzte Mobilität und Digitalisierung könnten entscheidend vorangebracht werden.

Am Ende gab’s dann noch etwas fürs Gemüt: Zum vom Blechbläser Ensemble des Sinfonieorchesters Aachen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christopher Ward live gespielten „Muss I denn…“ wurde Ex- und jetzt Ehrenpräsident Carl Meulenbergh von einer Kutsche aus dem Stadion gefahren, kollektives Winke-Winke mit den in Aachen obligatorischen weißen Taschentüchern inklusive.

Für langjährige Mitgliedschaft im ALRV wurden ausgezeichnet:
25 Jahre: Doris Schmidt , Carlita Grass-Talbot, Thomas Grass-Talbot, Richard von Wittgenstein-Talbot, Corina von Wittgenstein-Talbot, Dr. h.c. Egidius Braun, Dr. Willy Foellmer, Alfonso Romo, Helena Stormanns, Meike Thüllen, Jan Tops, Daniel Jacobs, Patrick Jacobs, Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH (Firmenmitglied)
40 Jahre: Gerard W. Kick, Peter Nikolaus Schmetz, Thilo von Trotha, Dr. Gottfried Löwisch
50 Jahre: Klaus Peters
60 Jahre: Generali Deutschland Versicherung AG (Firmenmitglied)

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