2. Dezember 2020

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Otto Becker hofft auf sein Lieblingslied

Fürs Foto hat Otto Becker die Maske ausgezogen - ansonsten herrschen strenge Hygieneauflagen auf dem gesamten Turniergelände. Foto: Aachen International Jumping

Fürs Foto hat Otto Becker die Maske ausgezogen - ansonsten herrschen strenge Hygieneauflagen auf dem gesamten Turniergelände. Foto: Aachen International Jumping

Marcus Ehning und Ludger Beerbaum, Simone Blum und Daniel Deußer, Christian Ahlmann, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Laura Klaphake: Beim Aachen International Jumping sind alle deutschen Top-Reiter am Start. Gut für Otto Becker, denn so viele Gelegenheiten, alle seine Schützlinge gleichzeitig zu erleben, hat er nicht. Darüber, über den Sport in Corona-Zeiten und das Springen im Deutsche Bank Stadion, haben wir mit ihm gesprochen.

Frage: Wie haben Sie den Auftakt des Aachen International Jumping erlebt?
Otto Becker: Sehr gut, wie man es von Aachen kennt. Für die Sportler ist alles hervorragend, aber auch für die Pfleger ist bestens gesorgt. Im Deutsche Bank Stadion zu starten, ist für uns ja wirklich ungewohnt. Der Boden dort ist gut, die Pferde springen gut, das Abreiten funktioniert, alles ist gut geregelt. Sehr penibel, was Hygienevorschriften angeht, aber das ist sehr gut, dass das so ist. Von den Reitern habe ich noch keine einzige Klage gehört – das ist immer ein sehr gutes Zeichen (lacht).

Frage: Es sind sehr viele deutsche Reiter hier – Schwerstarbeit für den Bundestrainer?
Becker: Och ja, klar gibt es viel zu schauen, aber ganz ehrlich: Es ist natürlich viel entspannter als beim CHIO Aachen, da geht es für uns deutlich stressiger zu. Aber klar: Es sind sehr viele Reiter hier, die waren alle heiß, hier starten zu können, das hat man auch an den vielen Anfragen im Vorfeld gemerkt. Ich nutze natürlich die Gelegenheit, um mit möglichst vielen im Gespräch zu bleiben und auch das ein oder andere jüngere Pferd mal zu sehen. Ich genieße die Tage hier und werde vor allem ganz viele Gespräche führen.

Frage: Nicht nur die deutschen, auch viele internationale Top-Stars sind hier am Start. Lässt sich schon ein Favorit für den Allianz-Preis am Sonntag ausmachen?
Becker: Puh, nein – hier sind so viele der weltbesten Reiter, dazu unsere ganzen Kaderreiter, da möchte ich wirklich niemanden herausstellen. Aber bei dem hochklassigen Starterfeld können wir uns auf jeden Fall auf spannende Springen gefasst machen. Und wenn wir hier am Ende unser Lieblingslied – die deutsche Hymne – hören, würde ich mich schon riesig freuen.

Frage: Bei einer Teilnehmerin werden Sie vielleicht noch ein bisschen genauer hinschauen, bei Ihrer Tochter Mia-Charlotte. Ist es immer etwas ganz Besonderes, der eigenen Tochter zuzuschauen?
Becker: Na klar. Sie hat die Chance, hier bei den Jungen Reitern mitreiten zu können, logisch, dass ich da aufgeregt bin – aber da muss ich durch. Und sie auch, denn für sie ist es natürlich auch außergewöhnlich, Aachen ist einfach etwas Besonderes. Es sind spannende Zeiten für uns beide.

Frage: Wie wichtig ist es, dass im Moment überhaupt Turniere stattfinden können?
Becker: Sehr sehr wichtig. Im Sommer war erst lange gar nichts, dann fing es langsam wieder mit Late Entry-Turnieren an, international auf 2*-Niveau, so ein Niveau wie hier in Aachen gibt es nahezu gar nicht bislang. Insofern sind wir sehr froh, dass wir hier starten können, das Starterfeld spricht ja auch für sich. Es ist also sehr gut, dieses Turnier zu haben.

Frage: Und was der Winter bringt…
Becker: …das weiß auch kein Mensch. Ein paar Hallenturniere, auch Weltcup-Turniere, wurden ja bereits abgesagt und wie es im Top-Sport weitergeht, lässt sich derzeit nicht absehen. Es liegt bereits eine schwierige Zeit hinter und aber sicher auch noch vor uns. Ein Grund mehr, Aachen zu genießen.

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