27. September 2020

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Warendorf (fn-press). Gute Nachricht für die deutschen Springreiter: Sie werden in diesem Jahr doch noch ihre nationalen Champions ermitteln. Die Deutschen Meisterschaften im Springen hätten ursprünglich Anfang Mai in Balve stattfinden sollen und wurden zunächst durch die Ausbreitung des Coronavirus in den September verschoben. Aufgrund der Corona-Auflagen, die zum Beispiel keine Zuschauermengen in gewohntem Maße zulassen, mussten sie dann ganz abgesagt werden. Doch nun springt Ludger Beerbaum mit seinem Turnierzentrum Riesenbeck International als Veranstalter ein. Das Datum der DM, die im Rahmen eines CSI**/***-Turniers stattfinden wird, ist der 12. bis 15. November.

Die Erleichterung bei Bundestrainer Otto Becker ist groß, denn Wochen der Anspannung liegen hinter ihm: „Als sich herausstellte, dass die DM nicht in Balve stattfinden kann, war die Enttäuschung sehr groß. In den letzten Wochen hat der Springausschuss alles daran gesetzt, dass die DM doch noch stattfinden kann. Ich bin Ludger und seinem Team sehr dankbar, dass sie es möglich machen. In Riesenbeck haben wir ideale Bedingungen.“

In den vergangenen Wochen fanden zahlreiche nationale und internationale Turniere unter Corona-Bedingungen in dem Turnierzentrum des Olympiasiegers statt. Vom 11. bis 13. September (Dressur) sowie vom 18. bis 20. September (Springen) ist Riesenbeck zudem Schauplatz der Deutschen Jugendmeisterschaften in zwei Disziplinen – der perfekte Testlauf für die Deutschen Meisterschaften der „Senioren“, die dann Mitte November über die Bühne gehen sollen. Zahlreiche Trainings- und Wettkampfplätze mit unterschiedlichen Böden, offen oder überdacht, sowie feste Stallungen stehen zur Verfügung. Bei der DM, die in der großen Veranstaltungshalle stattfinden wird, werden – wie in Riesenbeck üblich – auch internationale Reiter am Start sein. Es gibt gemeinsame Prüfungen, am Ende wird es aber wie gewohnt einen Deutschen Meister (in der offenen Wertung) und eine Deutsche Meisterin (in der Damen-Wertung) geben, die sich auf dem Weg dorthin mit internationalen Top-Sportlern messen mussten. Nach Abstimmung mit dem Bundestrainer und dem Springausschuss wurde für dieses Turnier ein neuer Modus abgestimmt, der auch medial gut zu verfolgen ist. Unter den geltenden Corona-Regeln werden die Zuschauer nicht wie gewohnt vor Ort den Titelkämpfen folgen können, sondern können die Übertragung live auf verschiedenen Kanälen verfolgen. „Die Zuschauer werden uns natürlich fehlen“, so Otto Becker. 

Mit der Zusage aus Riesenbeck finden in diesem außergewöhnlichen Corona-Jahr nun doch in allen drei olympischen Reitsport-Disziplinen Deutsche Meisterschaften statt. Die Dressurreiter kämpfen vom 18. bis 20. September wie gewohnt in Balve um die Medaillen und die Vielseitigkeitsreiter ermitteln am ersten Oktoberwochenende in Luhmühlen ihre Meister. „Nach all den Absagen ist es für die Reiter wichtig, dass sie doch noch auf ein großes Ziel und eine Medaille hin trainieren können. Das ist Ansporn und Verpflichtung zugleich, denn alle wollen sich und ihre Pferde von der besten Seite zeigen“, sagt Otto Becker und hebt die Bedeutung der Meisterschaften hervor: „Eine DM ist immer eine gute Plattform, um sich zu empfehlen und kann ein Sprungbrett für jüngere Reiter sein. So viele andere Möglichkeiten dafür gibt es in diesem Jahr leider nicht. Ich bin mir deshalb sicher, dass wir viele unserer Top-Reiter und -Pferde in Riesenbeck sehen werden.“  jbc

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