2. Dezember 2020

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BCH 2020: Date de Luxe AT und Herzrose D sind Reitponychampions der Dreijährigen

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Warendorf (fn-press). „Mehr konnte ich heute nicht von ihm verlangen, er hat alles für mich gegeben“, war Reiterin Jaqueline Schurf voll des Lobes für den neuen Bundeschampion der dreijährigen Reitponyhengste, Date de Luxe AT. Nach einer kleinen Aufholjagd überholte der westfälisch gezogene Falbhengst v. Dating AT – Rex the Robber seine Konkurrenten noch mit einer 9,2 auf der Schlussgeraden.https://www.youtube.com/embed/_BJoeof-YYM


Dass ein ordentlicher Schuss Springblut in der Reitponyzucht für das Viereck nicht schadet, bewies der Bundeschampion Date de Luxe AT aus der Zucht und im Besitz von Adolf Theo Schurf. „Mit Rex the Robber auf der Mutterseite ist er eigentlich ein halbes Springpony“, so seine Reiterin über den Reservesieger der rheinischen Körung. „Er ist heute sehr gut mit den Bodenverhältnissen zurechtgekommen“. Und zwar so gut, dass er seine Qualifikationsnote von 8,6 (Platz vier) noch auf eine 9,2 im Finale, dem Preis der Ponyforum GmbH, steigern konnte.

Insgesamt 25 Reitponyhengste waren in Warendorf angetreten, 20 starteten im Vorjahr. Dabei heimste der Sieger die einzige Teilnote 10 des Tages von den Richtern Dr. Carsten Munk, Jürgen Uthoff und Peter Olsson ein für seinen Galopp: „Da ist alles vom Feinsten. Eine gewaltige Galoppade, weit aus der Schulter noch vorne springend. Wir haben einen Prädikatshengst gesehen mit feinem Gesicht und absolut harmonisch im Körperbau“. Das hieß in Noten neben der herausragenden 10 für den Galopp, zweimal die 9,5 für Trab und Rittigkeit, sowie zweimal die 8,5 für Schritt und Gebäude.

Ebenfalls notenmäßig noch etwas verbessern konnte sich der zweitplatzierte Hengst der ersten Wertung, FS Next Diamond v. FS Numero Uno – FS Don’t Worry. Der rheinisch gezogene Körungssieger aus der Zucht des Ferienhofes Stücker (Besitzer: Josef Wilbers) bewies seine Qualität mit Reiterin Marina Welbers in allen fünf Teilprüfungen, für die er jeweils eine 9,0 bekam (Endnote 9,0). „Ein Hengst wie er im Buch steht. Ein absolut modernes Reitpony mit viel Güte und Adel. Sein Galopp ist vorwärts-aufwärts über den Rücken herrlich zur Hand hin gesprungen. Er geht geschlossen, zufrieden mit viel Antritt und Energie. Ein herrlicher Fuchshengst“, waren die Richter vom Vize-Bundeschampion überzeugt. „Mein Pony ging die erste Runde genauso spitze wie die zweite. Er war sogar noch losgelassener. Ich habe ihn selbst angeritten, und er ist mein absolutes Herzenspony. Der ist so lieb und charakterlich wirklich einwandfrei“, freute sich Marina Welbers über Silber.

Die Bronze-Medaille wurde bei den jüngsten Ponyhengsten doppelt vergeben. Der westfälisch gezogene Palomino Hengst George v. Hesselteichs Golden Dream – FS Cocky Dundee hielt seinen dritten Platz aus der Qualifikation und konnte sich dabei von 8,8 noch auf die 8,9 steigern. Er stammt aus der Zucht von Tanja Schalkamp und gehört Familie von Wulffen. „Ein herrlich aufgemachtes Pony – modern, schick und edel. Er trabt fleißig mit weit vorschwingender Vorhand, galoppiert geschlossen sicher bergauf. Ein Highlight bei diesem Hengst ist der vom Fleck energische Schritt. Dabei schreitet er absolut losgelassen und zufrieden an die Hand heran.“ Seine beste Note (9,5) erhielt George für die Rittigkeit. Zwei Neunen gab es für Schritt und Gebäude.

Das zweite Bronze-Pony war der Qualifikationssieger Herzzauber D v. Herzkönig-Casino Royale K, der mit einer 9,1 ins Finale einzog. Der hessisch gezogene Reitponyhengst wurde von seiner Züchterin und Besitzerin Danica Duen vorgestellt. „Wir sahen ein Pferd mit makellosem Exterieur, schick, elegant und harmonisch konstruiert.“ Seine Höchstnote 9,5 vergaben die Richter für das Gebäude. Der „mit großer Leichtigkeit“ vorgetragene Galopp und die Rittigkeit bewerteten sie jeweils mit 9,0. In der Endabrechnung hieß das 8,9 und somit Bronze für Danica Duen, die drei Stunden vorher bereits Gold mit der ebenfalls selbstgezogenen Herzrose D im Feld der Stuten und Wallache geholt hatte.

Dreijährige Reitponys (Stuten und Wallache): Sieg für Herzrose D
„Durch den Monsun“ mussten 2020 nach starken Regenfällen im Finale der dreijährigen Reitponys alle sechs Titel-Aspiranten im Reitpferdeviereck. „Ich war sehr, sehr, sehr zufrieden mit der Leistung von Herzrose bei diesen schweren Bedingungen mit Regen und Matsch. Aber sie das ganz toll gemacht“, lobte Reiterin, Züchterin und Besitzerin Danica Duen ihre frisch gekürte Bundeschampionesse. Die westfälisch gezogene Falbstute Herzose D v. Herzkönig NRW – Casino Royale K WE konnte ihre Note aus der Qualifikation (8,7), die sie am Donnerstag gewann, im Finale noch einmal deutlich steigern (9,0). „Ich hatte auch selbst ein noch deutlich besseres Gefühl als am Donnerstag“, bestätigt Züchterin und Besitzerin Danica Duen.

Richter Dr. Carsten Munk geriet sichtlich ins Schwärmen bei der Beurteilung: „Wir haben eine Reitsponystute im Idealmaß gesehen. Modern, edel, gut proportioniert und harmonisch in allen Partien.“ Resultat dieser Beurteilung war eine Gebäudenote von 9,0. Zwei weitere glatte Neunen gab es auch für den Schritt und den Galopp. „Der Galopp ist sicher bergauf gesprungen mit gutem Ausdruck und viel Gleichgewicht aus einer sehr engagierten Hinterhand mit viel Bodengewinn.“ Die beste Teilnote (9,5) heimste das Paar aber für die Rittigkeits- und Ausbildungsnote ein: „Das Pony wurde hier meisterlich vorgestellt und war immer sicher an den Hilfen mit der gewünschten Sensibilität und klarem Temperament.“ Hätte es eine Note für die Anzahl und die Perfektion der Mähnenzöpfchen gegeben, wäre sicher eine 10,0 angemessen gewesen für das Herausgebrachtsein der Siegerin. .

Vize-Championesse wurde die ebenfalls westfälisch gezogene Palomino Stute Glücksgefühle K v. Hesselteich’s Golden-Dream – FS Don’t Worry aus der Zucht und im Besitz der Zuchtgemeinschaft Klüsener. Reiterin Tanja Fischer war kurzfristig als Ersatz eingesprungen: „Ich kenne das Pony tatsächlich erst seit einer Woche. Die Reiterin, Sophia Spittga, die die Stute auch ausgebildet und qualifiziert hat, ist leider verhindert. Ich bin sozusagen als Krankenvertretung eingesprungen. Das Pony ist sehr motiviert und hat super gekämpft in der Prüfung mit dem schweren Boden.“ Ihren zweiten Platz aus der Qualifikation verteidigte Glücksgefühle K mit der identischen Endnote 8,5. „Eine modernes, schickes Reitpony mit einem sicher getragenen, geschlossenen Trab über einen aktiven Rücken. Die Stute bewegt sich losgelassen in klarer Selbsthaltung und wurde sehr gut vorgestellt“, so Dr. Munk. So heimste die Zweitplatzierte gleich drei Neunen ein für Trab, Schritt und die Ausbildung.

Bronze ging im Preis der FNverlages in das Zuchtgebiet Rheinland-Pfalz-Saar. Mit seiner Finalvorstellung konnte DSP Der kleine Champion v. Diamond Touch-Londontime unter Michele Schulmerig den dritten Platz aus der Qualifikation verteidigen und auch die Vornote von 8,4 bestätigen. „Der Wallach ist einfach total unkompliziert in allen Belangen. Egal ob bei Regen oder 40 Grad – Wetterumschwünge machen ihm überhaupt nichts aus. Ich bin sehr zufrieden.“ Zufrieden war auch das Richter-Trio mit der Leistung des Fuchswallachs aus der Zucht von Heike Schulmerig, der ebenfalls im Besitz von Familie Schulmerig steht. „Das Pony ist im Typ und von der Qualität her absolut modern mit guten Reitpferdepoints ausgestattet. Sein vorwärts-aufwärts gesprungener Galopp ist von besonderer Dynamik geprägt.“ Die Höhepunkte im Finale waren der Galopp (9,0) und der Trab (8,5) sowie die Rittigkeit (8,5). „Das Pony hat genau die positive Grundspannung, die man sich vorstellt“, lobten die Richter.

Im Vorjahr waren 24 Ponys am Start, 2020 traten 14 Paare an: „Wir haben super gut vorbereitete Ponys gesehen mit Reiterinnen, die sie perfekt vorgestellten. Die Qualität kann man als außerordentlich gut bezeichnen. Das fing beim Erscheinungsbild der Ponys an und spiegelte sich auch bei der Modernität, den Reitpferde-Eigenschaften, der Sportlichkeit sowie der Gangqualität. Da hat sich viel getan. Wir können damit höchst zufrieden sein“, lautete die Einschätzung von Dr. Carsten Munk zum Starterfeld der dreijährigen Reitponys (Stuten und Wallache), der die Prüfung gemeinsam mit Peter Mannheims und Ute von Platen richtete. FN/ Tina Pantel

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