27. September 2020

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BuCha 2020: Triple für Cosmo callidus

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Warendorf (FN-press). Der Sonntagmorgen am letzten Tag der Bundeschampionate 2020 war den Reitponys vorbehalten. Bei den Fünfjährigen setzte der in Weser-Ems gezogene Hengst Cosmo callidus NRW seine Warendorfer Siegesserie fort, bei den Sechsjährigen sicherte sich die aus rheinischer Zucht stammende Stute New Magic den Titel.

Zweimal trug er bereits die schwarz-rot-goldene Schärpe bei den Reitponys, nun knüpfte Cosmo callidus NRW (v. von Cosmopolitan D – Cyriac WE) bei den fünfjährigen Reitponys nahtlos an seine Vorerfolge an. In der Finalqualifikation mit seiner Reiterin Antonia Busch-Kuffner noch Vierte, verstand der braune Hengst die Richter – Elke Ebert, Kerstin Holthaus und Harry Lorenz – im Finale zu überzeugen. „Der Eindruck dieses Ponys ist mehr als gut“, so ihr Urteil. Für den energisch abfußenden Trab und die sehr aktive Hinterhand wurde eine 8,0 vergeben, ebenso für den gut durch den Körper gehenden und fleißigen Schritt mit guter Dehnung. Die Wertnote 9,0 gab es für den super gerittenen Galopp mit guter Bergauftendenz und Versammlungsbereitschaft. Trotz einer am Anfang noch nicht ganz stabilen Anlehnung und des etwas zögernden Rückwärtsrichten wirkte das Pony durchweg konzentriert und gehorsam, weswegen der Ritt mit einer 8,0 für die Durchlässigkeit belohnt wurde. „Cosmo callidus ist ein Pony, das zweifelslos mit einer besten Perspektive ausgestattet ist“, so das abschließende Richterurteil. Die Endnote von 8,3 bedeutete den Sieg im Feld der 17 Finalisten, 36 Ponys waren in der Finalqualifikation gestartet.

Cosmo callidus stammt aus der Zucht von Bernd Sabel und ist im Besitz von Maria Crone-Münzebrock. Vorgestellt wurde er von Antonia Busch-Kuffner. „Er ist ganz toll, einen besseren Charakter für ein Pony kann man sich gar nicht vorstellen. Er ist total lieb, verschmust und sehr aufmerksam“, schwärmte die 15-jährige EM-Reservistin, die gleich drei Ponys fürs Finale qualifizieren konnte und neben der Gold- auch die Silbermedaille erzielte.

Mit PAV Nachtschwärmer v. Nemax – FS Don’t Worry (Züchterin und Besitzerin: Gabriele Heemsoth) hatte Busch-Kuffner die Finalqualifikation gewonen und auch im Finale konnte der Rappe die Richter mit seiner Energie in den schwunghaften Gangarten überzeugen. „PAV Nachtschwärmer ist ein Pony von ganz hoher Grundqualität, mit der richtigen Einstellung zum Sport“, so ihr Urteil. Mit einer 8,5 für Trab und Galopp, allerdings kleinen Abstrichen im Schritt (7,5) und der Durchlässigkeit ergab sich eine Gesamtnote von 8,0 und damit Platz zwei für den in Hannover gezogenen Rappen. „Auch wenn Antonia Busch-Kuffner noch sehr jung ist, ist sie schon eine sehr erfahrene Reiterin und bringt die Vorzüge der Ponys gut zur Geltung. Diese Routine fehlte dem ein oder anderen noch jungen Reiter in dieser Prüfung“, sagte Bundestrainerin Conny Endres, die ansonsten voll des Lobes über die Qualität der vorgestellten Ponys war.

Noch unauffällig in der Finalqualifikation, aber mit großem Fortschritt im Finale, platzierte sich die Fuchsfalbenstute Mastro’s Cooper Ixes v. Crazy Dynamic JK – Molenhorn’s Winston (Züchterin: Manuela Roscher, Besitzerin: Dr. Birgita Habermann) ebenfalls auf Platz zwei. Sie wurde von der in der Berlin lebenden spanischen Reiterin Lilly Martinez ebenfalls gekonnt vorgestellt. Auch bei der aus Sachsen-Thüringen stammenden Stute lobten die Richter die sportliche Einstellung und die gute Perspektive. Für den Trab vergaben sie jeweils die 8,0. Der taktsichere und durch eine sehr gute Dehnungshaltung gekennzeichnete Schritt wurde mit der 8,5 bewertet.

Neue Bundeschampionesse der sechsjährigen Dressurponys ist die im Rheinland gezogene Fuchsstute New Magic v. FS Numero Uno – Voyager, beide selbst ehemalige Bundeschampions (Züchter: Heinz Baumann, Besitzer: Patricia Gehre). Vorgestellt von Mira Wienhofen, konnte die Stute bereits die Finalqualifikation für sich entscheiden und behauptete sich mit einem Endergebnis von 8,2 auch im Finale erneut an der Spitze. Die aparte Fuchsstute imponierte im Trab mit einer ausdrucksvollen Verstärkung, guter Schubkraft und Schulterfreiheit (8,5). Ebenso positiv fiel die Bewertung für den Schritt aus (8,0). „Der Schritt war fleißig, absolut taktsicher und schön durch den Körper gehend“, lobte die Richtergruppe. Noch mehr Lob gab es für die taktsichere, rhythmische Galoppade (8,5) sowie für die gute Versammlungsbereitschaft. „New Magic ist ein Pony, das durchweg sicher an den Hilfen geht und ausbildungsmäßig auf dem richtigen Weg ist“, so die Endbewertung der Richter.

Die Silbermedaille ging mit der Gesamtnote 8,0 an den zweimaligen Reitpony-Bundeschampion und Vorjahres-Vizebundeschampion der fünfjährigen Dressurponys, DSP Cosmo Royale. Der Sohn des Cosmopolitan D – Casino Royale K wurde von Sophie Luisa Duen, der Tochter der Züchterin und Besitzerin Danica Duen, geritten. Der in Hessen gezogene Dunkelfuchs verfügt über drei „zweifellos sehr sehr gute Grundgangarten“, die von den Richtern durchweg mit einer 8,5 bewertet wurden. Etwas getrübt wurde der Gesamteindruck durch die auffällige Einwirkung der Reiterin, was sich auf die Durchlässigkeitsnote auswirkte (7,0).

Die Bronzemedaille ging nach Weser-Ems, an den Palomino-Wallach Wintermärchen WE v. BKS White Light – FS Champion de Luxe (Züchterin und Besitzerin: Nina Marie Dirks), vorgestellt von Joan Fabienne Weske-Haas. Der Palomino zeigte einen fleißigen und ausbalancieren Trab (7,5) und insbesondere einen gleichmäßigen, gelassenen und fleißigen Schritt (8,5). Für die Galoppade (7,5) mit erkennbarer Schwebephase wünschten sich die Richter noch etwas mehr Geraderichtung und Bergauftendenz. „Wintermärchen WE ist ein Pony mit guter Perspektive und taktsicheren Grundgangarten, das ausbildungsmäßig altersgerecht gefordert wird“, so das abschließende Richterurteil. FN/Jaqueline Kaldewey 

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