20. Oktober 2020

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DM Pony Vielseitigkeit in Wahlsdorf-Liepe: Jule Krueger auf Titelkurs

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Wahldorf-Liepe (fn-press). Bei den Deutschen Meisterschaften der Pony-Vielseitigkeitsreiter in Wahlsdorf-Liepe nimmt die Hamburger Reiterin Jule Krueger mit Steendiek’s Max Edition nach Dressur und Gelände Kurs auf den Titel. Beim parallel ausgetragenen U16-Bundesfinale ist es Matti Garlichs aus Eckernförde, der mit Ludwig vor dem abschließenden Springen in Führung liegt.

„Jule Krueger ist einfach im Moment unsere beste Reiterin und hat hier ihre Routine auch voll ausgespielt“, sagte Fritz Lutter, Bundestrainer der Pony-Vielseitigkeitsreiterin. So steuerte die 16-Jährige bei der DM in Wahlstorf-Liepe nicht nur den elfjährigen Steendiek’s Max Edition ohne Zeit- und Hindernisfehler durch das Gelände, sondern auch noch den erst siebenjährigen Mas que dos sowie den 14-jährigen Golden Grove Simon. Dank dieser Leistung nimmt sie nicht nur die Spitzenposition ein, sondern rangiert zudem auf den Plätzen vier beziehungsweise fünf, so dass ihr am morgigen Sonntag eine Medaille kaum zu nehmen sein dürfte. Ebenfalls Hoffnung auf Edelmetall können sich Linn Zepke aus Telgte und Betty Boo machen. Sie beendeten die Geländeprüfung ebenfalls fehlerfrei und rückten damit von Rang sechs nach Dressur auf den zweiten Platz vor. Ein Riesensprung nach vorne gelang auch Neil Hoffmann aus Düsseldorf mit Pretty in Black. Nach Dressur noch Zwölfter, kam er fast auf die Sekunde genau ins Ziel und startet damit am Sonntag als Drittletzter ins abschließende Springen.

Überhaupt würfelte der Geländeritt die Rangierung gewaltig durcheinander. 15 Paare schieden aus, weitere elf mussten sich Hindernisfehler ankreiden lassen. Dazu zählte auch die Führende nach Dressur, Katharina Aterley aus Düsseldorf. Sie fiel nach einer Verweigerung von Double You R am letzten Wasserhindernis auf Platz 21 zurück. „Die Geländestrecke hatte internationales Niveau. Sie war von den technischen Anforderungen her fordernd, aber fair, wie man es bei einer Meisterschaft erwartet. Für einige Reiter ungewohnt war möglicherweise das ‚natürliche“ Gelände hier, durch Wald und Feld und mit Hindernissen in der Senke und am Hang. Manche kennen eben nur Trainingsgelände mit ebenem Geläuf und standardisierten Hindernissen“, sah Fritz Lutter eine der Fehlerquellen. „Andererseits konnte man auch sehen, welche Reiter ganzjährig betreut werden und eben gut auf solche Standardaufgaben vorbereitet waren und welche hier noch Defizite haben.“

Kaum Probleme hatten dagegen die Teilnehmer am U16-Bundesfinale, einer Vielseitigkeitsprüfung Klasse L. Hier konnte der erst 13-jährige Matti Garlichs mit dem westfälischen Light On-Sohn Ludwig seine Spitzenposition nach Dressur auch im Gelände behaupten. Dies gilt auch für Jule Kruegers Schwester Ella Krueger, die mit dem bewährten Parlando Platz zwei vor dem abschließenden Springen vor Levi Cordes (15, Ganderkesee) mit Calesco belegt. Hb

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