20. Oktober 2020

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Hagen: Zwei Siege für Isabell Werth und DSP Quantaz

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Hagen a.T.W. (fn-press). Zum Ende der grünen Saison lud Ullrich Kasselmann noch einmal zu einem internationalen Dressurturnier auf seine Anlage in Hagen am Teutoburger Wald ein. Während die Kür-Tour von den ausländischen Gästen Lara Butler (Großbritannien) und Lone Bang Larson (Dänemark) dominiert wurde, sicherte sich Isabell Werth (Rheinberg) mit Quantaz den Sieg im Grand Prix und im Grand Prix Special.

Ein Wochenende zuvor bei der Deutschen Meisterschaft in Balve hatten sie sich bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert und sich die beiden Meister-Titel geteilt, nun trafen Isabell Werth und Jessica von Bredow Werndl (Aubenhausen) erneut beim CDI4* auf dem Hof Kasselmann aufeinander – allerdings mit anderen Pferden. Werth startete in Hagen mit dem Quaterback-Sohn DSP Quantaz aus dem Zuchtverband Brandenburg-Anhalt. Der elegante dunkelbraune Hengst gehört ihrer österreichischen Schülerin Victoria Max-Theurer und absolvierte mit Isabell Werth sein viertes internationales Turnier. Den bisherigen sieben Siegen fügte die Multichampionesse nun in Hagen Nummer acht und neun hinzu. Im Grand Prix reichten 79,913 Prozent locker für Platz eins, im Special präsentierte sich das Pferd sogar noch besser. Die Piaffe-Passage-Tour mit ihren Übergängen honorierten die Richter gleich mehrmals mit der Höchstnote 10. Insgesamt 80,66 Prozent bedeuteten auch im Special den klaren Sieg.

Die zweite Deutsche Meisterin des Jahres 2020, Jessica von Bredow-Werndl, behauptete sich mit ihrer 16 Jahre alten niederländischen Stute Zaire-E (v. Son de Niro) jeweils an zweiter Stelle (Grand Pix: 77,5 / Special 78,191). Die Britin Charlotte Fry rangierte in beiden Prüfungen an dritter Stelle. Die 24-Jährige, die in den Niederlanden bei Anne van Olst trainiert, erzielte im Sattel des KWPN-Wallachs Dark Legend im Special 77,085 Prozent und verwies den im Sauerland lebenden Finnen Henri Rouste mit dem belgischen Wallach Kontresto auf Rang vier (76,745). Der Chefbreiter des Hofs Kasselmann, Frederic Wandres, hatte allen Grund zur Freude. Mit dem Hannoveraner Duke of Britain (v. Dimaggio) Vierter im Grand Prix (76,696) und Fünfter im Special (76,34), erreichte er zweimal eine neue persönliche Bestleistung.

In der Kür-Tour trumpften die ausländischen Gäste groß auf. Zum Sieg im Grand Prix ritt die Britin Laura Butler. Die 31-jährige Bereiterin im Stall von Laura Tomlinson (früher Bechtolsheimer) stellte den von dem gebürtigen Deutschen Dr. Winfried Bechtolsheimer gezogenen 15 Jahre alten Wallach Kristjan vor. Der Oldenburger Sohn des Polarion wurde mit 75,5 Prozent bewertet. In der Kür musste die Britin den Sieg der Dänin Lone Bang Larsen (45) überlassen. Sie vertrat ihr Land zweimal bei Europameisterschaften (2013 und 1996). Ihre Hagener Kür im Sattel des 13-jährigen dänischen Wallachs Bakkely’s Onandt erhielt 78,085 Prozent.

In beiden Prüfungen der Kür-Tour platzierte sich die Österreicherin Victoria Max-Theurer mit dem westfälischen Hengst Rockabilly v. Rock Forever an zweiter Stelle (Grand Prix: 72,913, Kür: 77,55 Prozent). Zweimal Platz drei lautete die Bilanz für Hubertus Schmidt. Der Reitmeister aus Borchen ritt erstmals den 13-jährigen Hannoveraner DSK Belstaff v. Brentano II auf einem internationalen Turnier. Er gehört seinem koreanischen Schüler Dong Seon Kim, der im Februar seinen Rückzug aus dem Turniersport bekannt gegeben hatte. Im Grand Prix wurde Schmidt mit 72,717 Prozent bewertet, in der Kür erzielte das Paar 77,27 Prozent.   hen

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