20. Oktober 2020

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Goldene Schärpe Ponys: Sieg für Sachsen

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Wardenburg-Höven (fn-press). Das Siegerteam der Goldenen Schärpe Pony kommt in diesem Jahr aus dem Landesverband Sachsen: Mit einem hauchdünnen Vorsprung von weniger als einem Punkt verwies die Mannschaft das Team Westfalen II auf den zweiten Rang. Die Bronzemedaille sicherte sich in Höven derweil Hannover III.

Der Erfolg des Teams aus Sachsen kann dabei durchaus als kleine Überraschung gewertet werden. Schließlich landeten die Ponyreiter des Landesverbandes im vergangenen Jahr noch auf dem 17. Platz. „Für uns ist es überhaupt das erste Mal, dass wir die Goldene Schärpe gewinnen konnten. Das ist was ganz Tolles“, sagte Sachsens Mannschaftsführer Gunter Schöniger und ergänzte: „Damit hätten wir nie gerechnet. Alle aus dem Team haben sich wirklich Mühe geben.“ Seine fünf Schützlinge wussten in der Dressur, im Springen, beim Vormustern und dem Theorie-Test zu überzeugen. Den Sieg sicherten sich Violet Kühn (Görlitz) mit Montana, Nika Reichart (Weißbach) mit Anuschka, Hannah Schmied (Lengenfeld) mit Jette, Mayte Hetmank (Kamenz) mit Bell-A-Bon und Joelina Rudolph (Lengenfeld) mit Kassandra dann aber im Gelände: 126 der 371,9 Punkten sammelte das sächsische Team hier – die meisten in dieser Teilprüfung.

Theresa Isabell Welsch (Olfen) mit Theo Jackson, Juli Sommer (Nottuln) mit Clooney, Fritz Jelkmann (Billerbeck) mit Mattis, Charlotta Merschformann (Nottuln) mit Scarlett und Klara Marie Jücker mit Marla (Olfen) lieferten im Busch ebenfalls eine starke Leistung ab. Mit seinen 118 Zählern konnte das Team hier jedoch nicht ganz mit den Sachsen mithalten. In der Endabrechnung verpasste Westfalen II so die Goldmedaille mit seinen 370,7 Punkten nur hauchdünn. Vorjahressieger Hannover III reihte sich mit 369,3 Zählern ebenfalls knapp dahinter auf Rang drei ein. Für den Landesverband Hannover ritten Emely Hapke (Langenhagen) mit Ally, Marleen Schreiber (Auetal) mit Kalle Cool, Sofia Meier mit Sammy Joe (Luhmühlen), Sofie Plinke (Engelbostel) mit Van Dyck und Sophia Schütte (Raddestorf) mit Maddox.

Überhaupt ging es unter den Top-Fünf in Höven äußerst eng zu. Weniger als fünf Punkte trennten den Sieger Sachsen vom fünftplatzierten Team Hannover IV, was offensichtlich für das gute Niveau spricht. Pony-Vielseitigkeitsbundestrainer Fritz Lutter stimmten die gezeigten Leistungen jedenfalls mehr als zufrieden. „In der Dressur waren schon viele starke Ritte dabei, viele Ponys sind bereits gut an den Hilfen gegangen“, berichtete Lutter. Die Geländestrecke bezeichnete er unterdessen als fantastisch. Sie habe viele unterschiedliche Sprünge beinhaltet. Dass es die eine oder andere Verweigerung und glimpfliche Runterfaller gab, stufte der Bundestrainer indes als normal für diese Altersklasse ein. „Das passiert eben. Aber es waren auch viele gute Ritte mit Noten über 8,00 dabei. Auch bei dem anspruchsvollen Springen auf dem großen Platz haben viele Reiter dann überzeugt“, lobte Lutter den Nachwuchs.

Vor allem war der Bundestrainer aber froh, dass die Goldene Schärpe trotz Corona in diesem Jahr stattfinden finden konnte. „Das Championat hat im Nachwuchsbereich einen hohen Stellenwert. Hier können sich die Reiter erstmals an ein überregionales Niveau herantasten“, erklärte Lutter, „eine Sichtungsveranstaltung ist das zwar nicht. aber es ist einfach gut zu sehen, dass so viele junge Reiter in den Sport nachkommen.“ Dass sich die Nachwuchstalente so gut präsentieren konnten, hatte vor allem auch mit dem gastgebenden RV Höven zu tun. 113 Teilnehmer verlangten dem Veranstalter unter den aktuellen Bedingungen viel organisatorisches Geschick ab. „Die Anlage hier war fantastisch geeignet für die Veranstaltung. Und der Gastgeber hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben“, lobte Lutter den RV Höven.

Fritz Jelkmann und Jona Sofie Schnier gewinnen Einzelwertung
Nachdem Fritz Jelkmann vom Westfalen II schon im vergangenen Jahr die Einzelwertung der zweiten Abteilung gewonnen hatte, glückte ihm in Höven auf Mattis die Titelverteidigung. Mit insgesamt 127 Punkten verwies er die sächsiche Reiterin Hannah Schmied mit Jette auf Rang zwei (126 Zähler). Die Titelverteidigung machte Jelkmann dabei vor allem mit seiner Leistung beim Springen klar. Hier notierte er mit der Wertnote 8,4 das beste Resultat. In der Dressur ragte derweil die drittplatzierte Sophia Schütte vom Team Hannover III mit Maddox heraus: Als einzige Starterin knackte sie mit einer 9,2 die Neuner-Marke. Die höchste Note im Gelände erhielt Lukas Wilhelm Sühling (Rhede, Westfalen I). Seinen Auftritt auf Dainy belohnten die Richter mit einer 8,7. In der Gesamtwertung landete er auf Rang 14.

In der ersten Abteilung ging der Sieg und die Silbermedaille an Reiterinnen des gastgebenden Pferdesportverbandes Weser-Ems: Jona Sofie Schnier (Ganderkesee, Weser-Ems II) mit Nico gewann vor ihrer Mannschaftskollegin Maike Noormann (Filsum, Weser-Ems II) mit Ballade. Schnier notierte am Ende 124,1 Punkte, Noormann kam auf 123,7. Die Gesamtzweite zeigte dabei die beste Leistung im Springen – sie erhielt die Wertnote 8,5. Im Gelände überzeugte derweil Mayte Hetmank für das sächsische Team die Richter am meisten. Sie bekam für ihren Auftritt mit Bell-A-Bon eine 8,5. Im vergangenen Jahr wurde der Schimmel noch Deutscher Meister mit Josepha Fischer im Sattel. Schlussendlich beendete Hetmank die Einzelwertung auf Rang 17. Die beste Note in der Dressur ging unterdessen an eine Reiterin des Teams Hessen: Hannah Buschs (Lauterbach, Platz 31 in der Gesamtwertung) Darbietung mit Barkadi bewerteten die Richter mit der Note 8,6. FN/fn-press

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