16. Oktober 2020

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DM und DJM Luhmühlen: Der Nachwuchs macht den Auftakt

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Luhmühlen (fn-press). Dem Deutschen Meistertitel einen ersten Schritt näher gekommen sind heute Anna Lena Schaaf und Greta Busacker. Beide Nachwuchsreiterinnen starten bei den Deutschen Vielseitigkeitsmeisterschaften in Luhmühlen, die in diesem Jahr zusammen mit den “Senioren-Meisterschaften” ausgetragen werden. Während die DM für die „Großen“ erst am Freitag beginnt, hatten die Junioren (U18) und Jungen Reiter (U21) bereits heute ihren ersten Auftritt in der Dressur.

„Die Dressur war eine schöne fehlerfreie Runde“, sagte Greta Busacker. Mit ihrem ersten Pferd Coco Maurice belegt die Münsteranerin mit 27,8 Minuspunkten nach der Hälfte aller Starter in der offen ausgeschriebenen internationalen Zwei-Sterne-Prüfung CCI2*-L Platz eins und liegt damit in der DM-Wertung in Führung vor Kaya Thomsen aus Lindewitt mit Da bin ich C (28,1) und Emily Roberg (Münster) mit Donna Lena MV (29,3). Aufgrund der hohen Zahl an Teilnehmern wird die Dressur des CCI2*-L am Freitag fortgesetzt. Alle drei U18-Spitzenreiterinnen gehen dann mit ihren Zweitpferden ein weiteres Mal aufs Viereck. Bei Greta Busacker ist es der neunjährige Oldenburger Wallach Scrabble, mit dem im Juli bereits eine Zwei-Sterne-Kurzprüfung in Luhmühlen gewinnen konnte.

Die Dressur der Drei-Sterne-Prüfung CCI3*-L, in deren Rahmen die Jungen Reiter ihren Meister ermitteln, ist dagegen bereits abgeschlossen. Führende hier ist die noch amtierende Junioren-Meisterin Anna Lena Schaaf aus Hünxe. Die 19-Jährige erzielte mit der neunjährigen Debby – einer Tochter ihres Toppferdes Fairytale – lediglich 24,1 Minuspunkte. Für eine kleine Überraschung sorgte der Linus Richter aus Wardenburg, der mit Rayja Platz zwei belegte (25,1 Minuspunkte). Für den 19-Jährigen und seine achtjährige Oldenburger Stute, die 2018 Fünfte bei den Bundeschampionaten wurden, sind es die ersten Deutschen Meisterschaften. Auf dem Bronzerang rangiert vor dem Gelände und Springen Antonia Baumgarten (Düsseldorf) mit Lamango (27,5).

Gemeinsame Deutsche Meisterschaften und Jugendmeisterschaften – gab es das schon einmal? „Ja, Rodderberg und Anfang der 80er Jahre in Luhmühlen, damals noch ohne Junge Reiter“, erinnert sich Bundestrainer Hans Melzer. „Das ist mal etwas Gutes an Corona, dass wir jetzt alle drei Meisterschaften zusammen haben. Eine tolle Sache, wenn auch in Zukunft kaum zu realisieren. Wir sind jedenfalls happy, dass wir das in diesem Jahr so machen können. Alle Senioren waren sofort dafür und haben gesagt, ihr müsst sehen, dass ihr das hinkriegt. Zumal ja viele hier auch reitende Kinder am Start haben.“

„Ich bin total glücklich, dass Luhmühlen das macht, es ist ja nicht ganz einfach bei diesem Rahmenbedingungen. Ich habe da großen Respekt“, sagte U21-Bundestrainer Frank Osholt. „Es ist toll, dass wir ein so großes Starterfeld bei den Jungen Reitern haben. Es sind alle da, es ist nochmal ein echter Saisonhöhepunkt, da haben viele natürlich darauf hingearbeitet.“ Hb

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