19. November 2020

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WM Einspänner: Deutsches Team nach Dressur auf Rang vier

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Pau/FRA (fn-press). Bei den Weltmeisterschaften der Einspänner belegen die deutschen Fahrer nach der ersten Teilprüfung, der Dressur, Platz vier. Die beste Dressur aus deutscher Sicht fuhr der 22-jährige Fokko Straßner (Schillerslage) mit Stradivari – Platz neun. Direkt dahinter platzierte sich Teamkollege Dieter Lauterbach (Dillenburg) mit Dirigent auf Rang zehn. Zum deutschen Team gehört außerdem noch Lauterbachs Frau Claudia, die mit FST Velten die Dressur auf Rang 28 beendete.

Fokko Straßner gehört zu den Nachwuchsfahrern im Einspänner-Lager. Der 22-jährige Student der Tiermedizin war 2018 Jugend-Europameister der U21-Fahrer und ließ bei den Deutschen Meisterschaften, die im September in Schildau stattfanden, die gesamte nationale Einspänner-Konkurrenz hinter sich. Er sicherte sich die Goldmedaille und damit auch sein Ticket für die WM. Mit 55,22 Strafpunkten lieferte er in der Dressurprüfung bei seinem WM-Debüt das beste deutsche Ergebnis ab.

Mit 56,75 Punkten und damit nur einen Platz hinter Straßner rangiert sein damaliger Trainer – der Jugend-Bundestrainer Dieter Lauterbach aus Dillenburg. Mit Wallach Dirigent, mit dem er 2016 Weltmeister der Einspänner war, zeigte er gute Übergänge und deutliche Tempo-Unterschiede. „Mit meinem Pferd bin ich sehr zufrieden, Dirigent ist super drauf, aber die starken Schwankungen in den Richterurteilen sind sehr ärgerlich und ziehen das Gesamtergebnis runter“, so Lauterbach nach seiner Dressur.

Ebenfalls für das deutsche Team fährt Claudia Lauterbach mit ihrem Schweren Warmblut FST Velten, mit dem sie 2014 bei der WM der Einspänner Silber gewann. Sie beendete die Dressur auf Rang 28 mit 65,90 Punkten. Für den vierten deutschen Teilnehmer Jens Motteler ist es ebenfalls eine WM-Premiere. Der 28-jährige Maschinenbauer aus Baden-Württemberg kam mit seiner Stute Charlott auf Rang 24 mit 65,19 Punkten.

„Ich bin mit unserem Team sehr zufrieden, die Stimmung ist gut, der Zusammenhalt ist da. Die Pferde von Jens und Fokko hatten mit dem Sandboden im Dressurviereck etwas zu kämpfen und wurden dann doch etwas matt am Ende“, erklärte Disziplintrainer Eckardt Meyer. Der ehemalige Bundestrainer kümmert sich in diesem Jahr um die Einspänner. „Eine Medaille zu gewinnen ist hier das Ziel mit dem Team“, so Meyer.

Zahlreiche Championate sind nicht nur im Fahrsport ausgefallen, zuletzt noch die kurzfristige Absage der WM der Vierspänner. Aber die Weltmeisterschaft der Einspänner stand schon lange für den Oktober fest und findet nun gemeinsam mit einem großen Vielseitigkeitsturnier in Pau in Frankreich wie geplant statt. Mittwoch und Donnerstag stand die Dressur auf dem Programm, Freitag geht es ins Gelände, Samstag ist ein Ruhetag. Sonntag geht es in der dritten Teilprüfung, dem Kegelfahren, dann um die Vergabe der Medaillen. „Der Samstag ist hier komplett für das Gelände der Vielseitigkeitsreiter eingeplant, daher haben wir einen Tag Pause nach dem Gelände. Das hatten wir noch nie, mal abwarten, ob das eher ein Vor- oder Nachteil ist“, sagt Meyer. „Die Geländeprüfung hat alles zu bieten, technisch anspruchsvolle Hindernisse, aber man muss auch immer wieder ordentlich vorwärts fahren, da ist von allem was drin“, so die Einschätzung von Dieter Lauterbach.

Insgesamt sind 49 Teilnehmer aus 15 Nationen in Frankreich am Start. Titelverteidiger ist das Team aus den Niederlanden, Einzel-Weltmeister wurde 2018 der Pole Bartlomiej Kwiatek mit Sonet, genau zehn Jahre nach seinem ersten Weltmeistertitel 2008. Das deutsche Team belegte 2018 mit Dieter Lauterbach und Dirigent, Philipp Faißt und Ann in Time GW und Jovanca Kessler und FST Enfado P Platz vier. evb 

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