25. Juli 2021

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Die Deutsche Meisterin im Springreiten heißt Finja Bormann – Vize-Meisterin Barbara Steurer-Collee: „Jetzt ist erst einmal Weihnachten!“

Lächeln mit Maske - die drei Medaillengewinnerinnen der DM - sportfoto-Lafrentz.de

Lächeln mit Maske - die drei Medaillengewinnerinnen der DM - sportfoto-Lafrentz.de

Im Finale der Damen-Meisterschaft waren die zwölf qualifizierten deutschen Reiterinnen unter sich. Keine Männer, keine ausländischen Olympiasieger oder Weltranglisten-Führenden machten ihnen hier Konkurrenz.

Die in den beiden Qualifikationen gesammelten Punkte wurden mitgenommen, die bis dahin Führende, Finja Bormann (Harsum), startete nach zwei schnellen und fehlerfreien Runden mit weißer Weste und 0,0 Punkten. Parcourschef Peter Schumacher hatte sich wieder Einiges überlegt: die Hindernisse wurden um fünf Zentimeter erhöht, es stand ein klassischer, technischer Kurs in der Halle – und die erlaubte Zeit spielte eine wesentliche Rolle, setzte die Teilnehmerinnen also nochmals unter Druck.

Die 24 Jahre alte Finja Bormann wurde zwar vor dem Finale „etwas nervig“. Doch nach gutem Zureden der Freundin Sophie Hinners und dem guten Omen – „wenn mein Pferd auf dem Abreiteplatz buckelt, dann weiß man schon, das wird was“ blieben A crazy son of Lavina und sie nochmals souverän und fehlerfrei. Sie holten sich den Titel mit der Traumergebnis 0.0.

Auf den zweiten Platz ritt eine alterfahrene Reiterin, die bereits mehrfach Medaillen bei Deutschen Meisterschaften gewonnen hat: Barbara Steurer-Collee aus Alpirsbach. „Wenn ich ehrlich bin, dachte ich: ich reite nie mehr DM, dafür bin ich zu alt.“ Doch dann habe ihr Mann sie davon überzeugt. „Jetzt hat es geklappt, und ich freue mich riesig. Jetzt ist erst einmal Weihnachten!“

Sarah Nagel-Tornau hat sich nach einem Fehler in der Wertungsprüfung von hinten auf Rang drei vorgearbeitet. Darüber freut sich die Westfälin sehr: „Ich hätte nicht gedacht, dass es noch fürs Treppchen reicht. Ich habe alles gegeben in der Finalprüfung.“ Auch der deutsche Co-Bundestrainer Heinrich Herrmann-Engemann war bei seiner letzten DM sehr angetan von den Leistungen der Damen: „Wir haben unheimlich guten Sport gesehen.“ 

Das CSI**-Springen, das die zweite Wertungsprüfung der Damen bildete, gewann wie am Vortag  Hans-Dieter Dreher auf Prinz (0/62.37) vor Marcus Ehning mit Cristy (0/62.82) und Steve Guerdat (Schweiz) auf Ulysse des Forets (0/62.84). Das Springen wurde unterbrochen, da nach einem unglücklichen Sturz von Annelies Vorsselmans (Belgien) und ihrem Pferd Firkov du Rouet Reiterin und Pferd zur Behandlung in die Klinik gebracht wurden.  

Am Morgen endete das Finale der Fundis Youngster Tour mit zwei Prüfungen für sechs- und siebenjährige Nachwuchspferde. Mit einem Heimsieg des Bereiters der Ludger Beerbaum Stables GmbH, Eoin McMahon und seiner sechs Jahre alten Stute Kir Royal /0/26.93) ging es los. Dem Iren folgten als Zweitplatzierte die US-Amerikanerin Chloe Reid auf Charlotta (0/27.76) und Christian Kukuk, ebenfalls Ludger Beerbaum Stables, der mit dem westfälischen Hengst Zineday (0/27.89) am Start war.

Und weil Siegen so schön ist, ließ sich Christian Kukuk bei den Siebenjährigen diesen Genuss mit dem Holsteiner-Hengst Chubakko (0/25.99) nicht nehmen. Er gewann souverän vor Katrin Eckermann auf dem Rheinländer-Hengst Cascadello-Boy (0/26.53) und Laura Klaphake auf Concollon (0/27.47).  

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