26. September 2021

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Horst Karsten gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Vielseitigkeitsszene – zuerst als Reiter, später dann als Bundestrainer. Bereits 1964 gewann er seinen ersten deutschen Meistertitel, bis 1981 folgten vier weitere. Fast 30 Jahre lang hielt er diesen Rekord. Im Oktober 2020 schloss allerdings Ingrid Klimke mit ihrem fünften Titel zu ihm auf; Horst Karsten zählte vor Ort zu den ersten Gratulanten. Ebenfalls 1964 bestritt er seine ersten Olympischen Spiele in Tokio, der Auftakt zu einer Serie von insgesamt 14 Championaten. Insgesamt gewann er bei Europameisterschaften eine Gold- (Kiew, 1973), eine Silber- (Burghley, 1977) und zwei Bronzemedaillen (Haras du Pin, 1969, und Luhmühlen, 1975) mit dem deutschen Team. Darüber hinaus sicherte er sich Mannschafts-Bronze bei den Weltmeisterschaften in Burghley (1974) sowie bei Olympischen Spielen in Tokio und München (1972). Dazu stand Horst Karsten bei Europameisterschaften auch in der Einzelwertung auf dem Treppchen, wo ihm jeweils die Bronzemedaille verliehen wurde: 1965 in Moskau, 1973 in Kiew und 1977 in Burghley. Sein bestes Pferd war der Schimmel Sioux, dem er fünf seiner Medaillen verdankt. Seine letzte Olympianominierung endete kurz vor dem Start, als sich sein Pferd in der Vorbereitungsphase verletzte. Zwei Jahre später verabschiedete sich Horst Karsten aus dem aktiven Sport.

1988 startete Horst Karsten dann seine zweite Karriere als Trainer und konnte gemeinsam mit Cheftrainer Martin Plewa auf Anhieb in Seoul das erste olympische Team-Gold nach 52 Jahren nach Deutschland holen. Weitere Medaillen folgten, darunter Mannschafts-Bronze bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 sowie bei den Weltreiterspielen in Stockholm 1990 und Den Haag 1994. Bis einschließlich 2000 war Horst Karsten darüber hinaus als Bundestrainer für die U21-Reiter zuständig. Danach war er noch für vier Jahre als Bundestrainer der österreichischen Vielseitigkeitsreiter zuständig, die sich unter seiner Leitung für die Olympischen Spiele in Athen qualifizieren konnten. Auch danach betreute und betreut er bis heute viele Reiter, vor allem aus seinem Heimatverband. Zudem war ein gern gesehener Richter, zum Beispiel bei Deutschen Jugendmeisterschaften und Bundeschampionaten.  

Für seine Leistungen als Ausbilder wurde Horst Karsten 1989 der Ehrentitel Reitmeister verliehen, Anfang 2001 wurde er für seine Verdienste mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet. Im Jahr 2007 war er der erste Reiter, der in die neu gegründete „Hall of Fame“ der Disziplin Vielseitigkeit berufen wurde. Hb

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