17. Oktober 2021

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Heppenheim (fn-press). Der Fahrsport trauert um Rudolf Temporini. Der Vorsitzende des Fahr-Ausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) ist am Dienstag, 15. Dezember, im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung verstorben.

Der Rechtsanwalt, Journalist und Pferdewirtschaftsmeister Zucht und Haltung engagierte sich seit vielen Jahren für den Fahrsport. Selbst war er zunächst im Zweispänner, dann vor allem im Vierspänner national und international erfolgreich und gehörte mehrere Jahre dem A-Kader an. Für seine Erfolge in der Klasse S wurde er mit dem Goldenen Fahrabzeichen ausgezeichnet.

Nach seiner aktiven Karriere war er als Turnierleiter zahlreicher großer Fahrturniere im Einsatz. Mehrfach saß er bei den Bundeschampionaten und verschiedenen Meisterschaften am Richtertisch. Als Veranstalter von internationalen Fahrturnieren, aber auch als Fahrlehrer, Richter und Parcourschef bis zur Klasse S war er über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.

2017 übernahm er den Vorsitz des Fahr-Ausschuss von Felix Auracher, zuvor war er schon vier Jahre lang sein Stellvertreter gewesen. In seiner Funktion als Vorsitzender war er auch Mitglied des Vorstands Sport des DOKR. Außerdem war er unter anderem Mitglied im Fahrausschuss des Hessischen Reit- und Fahrverbandes und Mitglied der Bundesjugendleitung als Vertreter der Disziplin Fahren. In der Bundesjungendleitung und im Fahr-Ausschuss kümmerte er sich auch ganz besonders um den Fahrsport-Nachwuchs. So war es Temporini, der sich für die Einführung Deutscher Jugendmeisterschaften im Fahren einsetzte, die 2010 erstmals ausgetragen wurden und seither jedes Jahr wieder ein großer Erfolg sind. 2015 erhielt er für sein besonderes Engagement für den Fahrsport anlässlich der FN-Tagungen in Fulda das Deutsche Reiterkreuz in Bronze.

Rudolf Temporini war auch Pferdezüchter und Pferdebesitzer. Eines seiner Pferde läuft erfolgreich im Vierspänner von Georg von Stein. Außerdem war er journalistisch für diverse Fachmagazine und als Autor von Büchern tätig unter anderem als Autor des im FNverlag erschienenen Buchs „Michael Freund – Ein Leben für den Fahrsport“.

„Sein Tod hat uns alle geschockt und tief bewegt. Er war ein absoluter ‚Macher‘ und wir hatten in ihm stets einen kompetenten Ansprechpartner für alle Belange des Fahrsports, das ist außergewöhnlich und wird uns sehr fehlen. Er hat sich immer für die Fahrer und Turnierveranstalter eingesetzt und konnte verschiedene Interessen pragmatisch unter einen Hut bringen“, sagt Dr. Dennis Peiler, DOKR-Geschäftsführer. evb

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