21. September 2021

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Charmeoffensive auf dem Schafhof – Lindner, Schneider und Nuxoll Tagessiegerinnen

Europameisterin Ann-Kathrin Lindner wurde ihrer Favoritenrolle mit FBW Sunfire zum Auftakt der Piaff-Förderpreis-Finales gerecht. (Foto: Stefan Lafrentz)

Europameisterin Ann-Kathrin Lindner wurde ihrer Favoritenrolle mit FBW Sunfire zum Auftakt der Piaff-Förderpreis-Finales gerecht. (Foto: Stefan Lafrentz)

Frankfurt – Ann-Kathrin Lindner aus Ilsfeld bei Gießen war die erste mit ganz breitem Lächeln am Samstag: Die Europameisterin U25 gewann die Auftaktprüfung des Piaff-Förderpreises beim Festlichen Dressurturnier auf dem Schafhof. Mit ihrem EM-Pferd FBW Sunfire trabte die 24-jährige mit 75,34 Prozent zielstrebig an die Spitze der Konkurrenz. Im NÜRNBERGER BURG-POKAL und im Louisdor-Preis holten sich Dorothee Schneider (Framersheim) und Sandra Nuxoll (Österreich) die Auftaktsiege.

So ganz sicher ist sich Ann-Kathrin Lindner ihrer Favoritenrolle nicht gewesen. “Normalerweise hat man ja vor so einem Finale ein paar Vorbereitungsturniere,” sagt die junge Physiotherapeutin, “ aber das war zwangsläufig gar nicht möglich. Es gab da schon ein paar Kleinigkeiten, die nicht optimal in unserer Prüfung waren, aber vor dem Hintergrund der Vorbereitung bin ich ganz zufrieden.” FBW Sunfire habe sich wohl gefühlt in der Halle, keine Ablenkung –  nichts habe gestört.” Lindner/ Sunfire präsentierten sich in der gesamten Saison als Paar der Zukunft mit großem Erfolg. Hinter dem Dreamteam aus Hessen/ Baden-Württemberg folgte die Niedersächsin Alexa Westendarp aus Wallenhorst mit dem Hannoveraner Der Prinz (71,88 %) vor Ellen Richter aus Bad Essen mit Vinay (71,65 %). “Auf dem Schafhof, der ja für Warendorf eingesprungen ist, hat der Piaff-Förderpreis im Juni begonnen”, so Lindner, “und nun schließt sich hier der Kreis.” Am Sonntag steht für die neun Piaff-Finalisten nochmals der Grand Prix de Dressage auf dem Programm. Bundestrainerin Monica Theodorescu war sehr erfreut: “Ich habe mir das heute morgen angeschaut und man sieht deutlich, die jungen Leute sind hochmotiviert.”

Doppelerfolg für Schneider

Gleich zweimal tauchte der Name Dorothee Schneider in der Platzierungsliste des St. Georg Spezial auf –  für den ersten Rang mit Sisters Act MT OLD und mit Villeneuve für Rang zwei. Dafür standen am Ende 77, 56 und 76, 95 Prozent im Ergebnis. Wer Schneider kennt und beobachtet hat, weiß allerdings auch, dass sich die Multimeisterin (Gold bei Olympia, WM und EM mit der Mannschaft) auf derlei Erfolgen nie ausruht. Das Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL muss am Sonntag erst gewonnen werden und die Mitbewerber stehen buchstäblich “ante portas”: Etwa die drittplatzierte Emma Kanerva (Finnland/ Stade) mit Mist of Titanium, den die Nationenpreisreiterin in Schenefeld im Oktober für das Finale qualifzierte und der sich nochmals verbesserte. Außerdem auch der junge “Hausherr” des Gestüts Schafhof, Matthias Alexander Rath, der mit Destacado FRH Platz drei eroberte. Für den imposanten Fuchs eine gute Aufgabe. Obwohl Destacado seit Montag, die sich stetig verändernde Optik in “seiner” Reithalle kennenlernen konnte, sei er sehr “an” und überaus motiviert gewesen, stellte Rath augenzwinkernd fest. 

Das die erste “Runde” manchmal eben die schwierigste ist, diese Erfahrung hat auch Daniel Bachmann-Andersen aus Dänemark schon häufiger gemacht. Zuletzt in Oldenburg mit seinem Louisdor-Preis-Kandidaten Marshall-Bell. Und auch heute fand der acht Jahre alte dänische Warmblutwallach die Halle auf dem Schafhof sehr spannend und besah sich alles überaus genau. “Aber das kenne ich ja schon”, lachte Bachmann-Andersen, “ so ist er eben. Wir sind neun Stunden bis hierher gefahren und wir sind so so froh, dass das Finale stattfinden kann. Großer Dank an die Veranstalter.”

Österreich setzt Signale

Nicht aus Österreich, aber aus der Nähe von Vechta reiste die Siegerin der Auftaktprüfung im Louisdor-Preis an. Sandra Nuxoll (AUT) pilotierte Bonheur de la Vie mit 75,83 Prozent an die Spitze im Kurz-Grand Prix. Auf Rang zwei folgte Emma Kanerva mit 

Greek Air vor Reitmeister Hubertus Schmidt aus Borchen mit Denoix PCH. Für den Louisdor-Preis wie auch für den NÜRNBERGER BURG-POKAL registrierte die Bundestrainerin eine bemerkenswerte Qualität der Pferde, noch deutlicher jedoch, dass sich die korrekt und präzise gerittenen Pferde an der Spitze durchgesetzt hätten. Ein gutes Signal generell und für die die Finals am Sonntag auf dem Schafhof in Kronberg. Alles übrigens live bei www.clipmyhorse.tv

Ergebnisüberblick Dressurturnier Schafhof

1 Dressurprüfung Kl.S***, Louisdor-Preis – Finale 2020, Nachwuchspferde Grand Prix FN für 8 – 10j. Pferde / Einlaufprüfung, Kurz Grand Prix (S10) / Start Pflicht (Gerte erlaubt)

1. Sandra Nuxoll (Dinklage) auf Bonheur de La Vie 1630.50

2. Emma Kanerva (Stade/ FIN) auf Greek Air 1582.00

3. Hubertus Schmidt (Borchen) auf Denoix PCH 1577.50

4. Daniel Bachmann-Andersen (Ebeltoft/DEN) auf Marschall-Bell 1574.50

5. Sandra Nuxoll (Dinklage/AUT) auf Hanami OLD 1560.00

6. Hubertus Schmidt (Borchen) auf Beryll 28 1558.50

3 Dressurprüfung Kl. S*,NÜRNBERGER BURG-POKAL der Dressurreiter 2020

Einlaufprüfung, Prix. St. Georges Special für 7-9j. Pferde (Gerte NICHT erlaubt)

1. Dorothee Schneider (Framersheim ) auf Sisters Act MT OLD 1572.50

2. Dorothee Schneider (Framersheim) auf Villeneuve 6 1568.50

3. Emma Kanerva (Stade/ FIN) auf Mist of Titanium OLD 1541.50

4. Matthias Alexander Rath (Kronberg/Ts.) auf Destacado FRH 1541.00

5. Malin Wahlkamp-Nilsson (Dülmen/ SWE) auf Dedale de Hus OLD 1538.50

6. Isabel Freese (Muehlen/ NOR) auf Fürsten-Look 1524.50

5 Dressurprüfung Kl.S***, Preis der Liselott Schindling Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports, Piaff-Förderpreis – Einlaufprüfung, U25 Grand Prix

1. Ann-Kathrin Lindner (Ilsfeld) auf FBW Sunfire 1620.00

2. Alexa Westendarp (Wallenhorst) auf Der Prinz 4 1545.50

3. Ellen Richter (Bad Essen) auf Vinay 1540.50

4. Raphael Netz (Tuntenhausen) auf Lacoste 126 1537.50

5. Sophie Reef (Bad Bentheim) auf Charming Lady 2 1500.00

6. Hannah Erbe (Krefeld) auf Carlos 609 1491.00

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