22. Januar 2021

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Lausanne/SUI (fn-press). Zum 1. Januar sind einige Neuerungen im internationalen Vielseitigkeitsregelwerk in Kraft getreten. Die meisten davon betreffen direkt oder indirekt die Sicherheit im Sport.

Waren Sicherheitselemente wie Pins und MIM bislang nur in Vier- und Fünf-Sterne-Kursen vorgeschrieben, müssen diese ab 2021 in allen internationalen Prüfungen an allen offenen Oxern, offenen Ecken, Steilsprüngen, Triplebarren und Toren angebracht werden, sofern Dimension und Gewicht der obersten Stangen dies zulassen. Für die korrekte Anbringung und Funktion ist der Parcourschef zuständig. Zu dessen Aufgabengebiet zählen nicht nur Konzeption und Bau der Hindernisstrecke. Das überarbeitete Regelwerk weist explizit darauf hin, dass der Parcourschef während der Prüfung gemeinsam mit dem TD und den Richtern auch Anfragen bezüglich der Hindernisrichter zu klären hat, Sanktionen anzuordnen und den Kurs auf wiederholte Fehler an einem Hindernis oder sich ändernde Wetterbedingungen zu beobachten hat.

Für noch mehr Sicherheit sorgt zudem ab 1. Juli 2021 eine Verschärfung des FEI-Qualifikationssystems für unkategorisierte beziehungsweise in niedrige FEI-Kategorien eingestufte Reiter. Unkategorisierte Reiter müssen beispielsweise für den Start in einer Drei-Sterne-Prüfung (CCI3*-L) vorab drei CCI3*-S oder alternativ ein CCI2*-L plus ein zwei CCI3*-S absolvieren. Achtung: Bereits ab Januar gelten auch für kurze und lange CCI2* neue Vorgaben: So reicht eine Platzierung in einer Vielseitigkeitsprüfung Klasse A nicht mehr aus, vielmehr muss es mindestens Platzierung einer VA** in Verbindung mit einem Mindestergebnis in einer L-Vielseitigkeit sein, um eine Startberechtigung in einer Zwei-Sterne-Prüfung zu erhalten. Eine komplette Übersicht zum Thema Startberechtigung gibt es als Anlage auf der Seite www.pferd-aktuell.de/spitzensport/disziplinen/vielseitigkeit/internationale-vielseitigkeitspruefungen

Ab 2021 gilt laut FEI die Helmpflicht. Das Tragen eines korrekt angezogenen Helms ist auch in der Vielseitigkeit überall auf dem Turniergelände vorgeschrieben, wo auch immer geritten wird.

Das neue Regelwerk enthält zudem einen neuen Anhang zum Thema medizinische Versorgung auf dem Turnier. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der Chief Medical Officer (CMO), der in enger Zusammenarbeit mit der Turnierleitung die medizinische Versorgung plant und diese bei der Vorbereitung des Serious Incident Management Plans (SIMP) unterstützt. Der Anhang zur medizinischen Versorgung ist für die kommenden zwei Jahre zunächst als Empfehlung gedacht und soll danach verpflichtend werden.

Alle Änderungen im FEI-Regelwerk sind auf der FEI-Homepage zu finden. Darin enthalten sind auch sämtliche Änderungen in der Ausrüstung von Pferden. Hier gilt im Übrigen wie Springsport ab 2021 das Verbot von Hinterbeingamaschen mit Verschnallungsarten, die den Bewegungsablauf an den Hinterbeinen beeinflussen können. Hb

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