30. Juli 2021

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Pferdezüchter haben Gesundheit im Blick – Holsteiner Verband beteiligt sich an zukunftsweisendem Projekt

Mit der Umstellung der Abstammungsüberprüfung hat der Holsteiner Verband unter anderem die Grundlage für die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen und vertiefende Studien geschaffen. (Foto: Janne Bugtrup)

Mit der Umstellung der Abstammungsüberprüfung hat der Holsteiner Verband unter anderem die Grundlage für die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen und vertiefende Studien geschaffen. (Foto: Janne Bugtrup)

(Elmshorn) Die Gesundheit der Reitpferde ist für jeden Züchter wichtig. Ihr widmet sich die International Association of Future Horse Breeding (IAFH). Im Fokus stehen dabei auch Erbkrankheiten wie PSSM2. Die IAFH sorgt für fundamentale wissenschaftliche Arbeit, die zu züchterischen Maßnahmen führt, um künftig für die Gesundheit der Pferde zu sorgen.
 Mit der Verfügbarkeit von differenzierter molekulargenetischer Laboranalytik wachsen die Möglichkeiten, die genetische Veranlagung einzelner Pferde zu beurteilen. Das gilt für alle Merkmale, die in ihrer Ausprägung von Erbfaktoren beeinflusst wurden – unabhängig davon, ob sie einfachen oder komplexen Erbgängen folgen und ob sie sich auf die Leistung, das Aussehen oder die Gesundheit beziehen. Speziell für das Monitoring von Erbkrankheiten bedeutet das eine Ausweitung von Untersuchungen, die ein genetisches bzw. genomisches Screening ermöglichen und damit eine wesentliche Verbesserung darstellen. Zum Jahreswechsel erfolgte nun eine wegweisende Weichenstellung in diese Richtung: Durch die Umstellung der routinemäßigen Abstammungsüberprüfung auf eine Technologie, die auf genetische Marker (sogenannte Single Nucleotid Polymorphisms, kurz SNPs) setzt, die über das gesamte Erbgut des Pferdes verteilt sind. Somit wird die Grundlage für die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen und vertiefender Studien geschaffen. Hierbei sichern die engen Kontakte und die bewährte Zusammenarbeit der IAFH mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, dass sie die gebotenen Möglichkeiten umfassend nutzen und damit ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern in vollem Umfang gerecht werden.

Dazu zählt die solide Aufarbeitung auf Basis sorgfältig geplanter und langfristig angelegter vertiefender Studien, wie sie insbesondere bei spät in Erscheinung tretenden und in ihrem Erscheinungsbild vielschichtigen Erbkrankheiten wie PSSM 2 (Polysaccharide Storage Myopathy Type 2) unumgänglich ist. Und genau dieser Komplex erblich bedingter Muskelerkrankungen ist auch bereits im Visier der Zucht: Im Verbund mit dem Inhaber des Europa-Patentes für das PSSM2-Testpanel, Generatio GmbH – Center for Animal Genetics, widmet sich die IAFH den dringenden Fragestellungen, die es zu klären gilt, um züchterische Entscheidungen absichern und gezielt unterstützen zu können. Im starken Verbund der IAFH-Gesellschafter, den Reitpferdezüchterverbänden der Oldenburger, Westfalen, Trakehner, Holsteiner und Oldenburger Springpferden sowie der Datenzentrale VIT, sind die Züchter gut gerüstet, um sich künftig mit verlässlichen Informationen versorgen zu können. An dem beschriebenen Projekt ist zudem der Hannoveraner Verband beteiligt.

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