26. September 2021

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Dressur: Dorothee Schneider verliert Pferd und bricht sich das Schlüsselbein

Waren 2019 in Oldenburg auf direktem Weg in den Louisdor-Preis - Dorothee Schneider und Quantum Vis. (Foto: Stefan Lafrentz)

Waren 2019 in Oldenburg auf direktem Weg in den Louisdor-Preis - Dorothee Schneider und Quantum Vis. (Foto: Stefan Lafrentz)

Warendorf (fn-press). Schwere Stunden für Dressurreiterin Dorothee Schneider: Während der Siegerehrung beim Turnier in Pforzheim brach ihre Stute Fohlenhof’s Rock’n Rose plötzlich zusammen und verstarb noch in der Reithalle. Dorothee Schneider ging mit dem Pferd zu Boden und brach sich dabei das Schlüsselbein. Nach ersten Untersuchungen steht fest, dass die Mannschafts-Olympiasiegerin nun zwar einige Wochen nicht reiten kann, dennoch sind die behandelnden Ärzte optimistisch, dass sie rechtzeitig wieder im Sattel sitzen kann, um am Sichtungsweg für die Olympischen Spiele in Tokio teilzunehmen.

Seit 2013 war die 17-jährige Hannoveraner Stute Fohlenhofs Rock’n Rose auf Dorothee Schneiders Gestüt St. Stephan in Framersheim zu Hause. Gemeinsam feierten sie viele Turniererfolge und Top-Platzierungen auf Grand-Prix-Niveau. Nach der langen Corona- und Herpes-bedingten Turnierpause gaben sie bei den Pforzheimer Dressurtagen zunächst ein erfolgreiches Comeback. Doch während der Siegerehrung geschah das Unglück: Die Stute, die sich während der Prüfung noch topfit zeigte, brach während der Ehrenrunde ohne Vorankündigung zusammen und verstarb noch in der Reithalle. Die Vermutung lautet, dass ein Aorten-Abriss zu dem plötzlich Tod geführt hat.
Dorothee Schneider denkt vor allem an die schöne Zeit mit Fohlenhofs Rock’n Rose zurück: „Rosi war ein besonderes Pferd. Sie hat über die Jahre hinweg mehr und mehr Vertrauen zu mir gefasst und war immer auf meiner Seite. Sie wird uns allen sehr fehlen.“

Schneider selbst zog sich bei dem Unglück eine Fraktur des Schlüsselbeins zu und wurde im Krankenhaus behandelt. Der Mannschaftsarzt der deutschen Reiter, Dr. Manfred Giensch, betreut Dorothee Schneider und kennt sich mit Schlüsselbeinbrüchen bei Pferdesportlern gut aus. Er ist optimistisch, dass sie nach einer 14-tägigen Ruhepause schnell wieder im Sattel sitzen kann, um mit ihren Kaderpferden Showtime FRH, Sammy Davis jun. und Faustus, den Sichtungsweg für die Olympischen Spiele in Tokio zu bestreiten.
„Das ist eine ganz schreckliche Erfahrung für Dorothee“, sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu. Doch auch sie ist hoffnungsvoll: „Es ist früh im Jahr und noch Zeit bis zur Nominierung. In den kommenden Wochen stehen einige Turniere auf dem Programm, bei denen sich Dorothee mit ihren Pferden für Tokio empfehlen und qualifizieren kann. Wichtig ist aber, nichts zu überstürzen, damit der Bruch in Ruhe heilen kann.“   jbc

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