22. Juni 2021

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Waregem: Erstes internationales Turnier für deutsche Para-Reiter – Deutsche Mannschaft wird Vierte im Nationenpreis

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Waregem/BEL (fn-press). Beim internationalen Para-Dressurturnier CPEDI3* im belgischen Waregem hat die deutsche Mannschaft den vierten Platz belegt. Für Heidemarie Dresing, Elke Philipp, Claudia Schmidt und Dr. Angelika Trabert war es die erste Möglichkeit, nach Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 wieder internationale Wettkampfroutine zu sammeln – wenn auch unter den bekannten Corona-Einschränkungen. Der nächsten wichtigen Termine für die Paralympics in Tokio sind für die deutschen Reiter*innen die CPEDI in Mannheim (6. bis 9. Mai) und München (21. bis 24. Mai).

Elke Philipp startete in Grade I nach der langen Corona-Pause nicht mit ihrem WM- und EM-Pferd Fürst Sinclair, sondern sattelte ihr Zweitpferd Regaliz, den mittlerweile 14-jährigen Hannoveraner Regaliz (v. Rubinero), mit dem sie 2016 zum deutschen Silberteam in Rio gehörte. Mit zwei Mal über 73 Prozent – 73,452 Prozent in der Teamaufgabe und 73,274 Prozent in der Einzelaufgabe – sammelte die Reiterin aus dem bayerischen Treuchtlingen die meisten Punkte fürs deutsche Team. In beiden Prüfungen musste sie sich allerdings, wie auch zuletzt in der Kür, dem Letten Rihard Snikus geschlagen geben. Der zweimalige EM-Bronzemedaillengewinner von 2019 kam mit King of the Dance in der Einzelwertung auf 80,357 Prozent. In der Kür siegte er mit 81,723 Prozent vor Elke Philipp mit 77,678 Prozent und der Französin Anne Frédérique Royon mit dem Hannoveraner Quaterboy LH (73,689 Prozent).

Ganz ähnlich war es in Grade II. Hier vertrat Heidemarie Dresing (Rheda-Wiedenbrück), als EM-Newcomerin des Jahres 2019, die deutschen Farben. Allerdings startete auch sie nicht mit ihrem Championatspferd La Boum, sondern mit der bewährten Hannoveraner Stute Responsible for me (v. Royal Blend). In beiden für die Teamwertung zählenden Aufgaben kassierte das Paar jeweils über 70 Prozent (Teamaufgabe: 73,384 Prozent, Einzelaufgabe: 71,029 Prozent), musste den Sieg aber der Dänin Katrine Kristensen mit dem Hannoveraner Welldone Dallas (v. Weltmeyer) überlassen. Sie setzte sich auch in der Kür mit 76,723 Prozent gegen Heidemarie Dresing (74,4 Prozent) sowie Loes Cevall aus den Niederlanden mit Happy Hero II (/72,533 Prozent) durch.

In Grade III war Deutschland mit zwei jungen Kombinationen am Start. Dr. Angelika Trabert, mehrfache Paralympics-Reiterin aus Dreieich, lieferte mit ihrer erst siebenjährigen Hannoveraner Don Juan de Hus-Tochter D’Agustina zweimal das Streichergebnis fürs deutsche Team. „Eigentlich war Geli nach Tryon ja der Suche nach einem älteren Wallach, dann wurde es eine junge Stute. Die beiden brauchen nun einfach noch Zeit und vor allem Turnierroutine. Aber das Ziel, die formelle Qualifikation für Tokio, haben sie hier jetzt schon einmal erreicht“, sagte Bundestrainer Bernhard Fliegl.

Neu beritten ging auch Claudia Schmidt aus Darmstadt an den Start, Einzel-Vizeeuropameisterin der EM 2017. Sie stellte den 15-jährigen, mit Kirsten Sundermeyer bis Prix St Georges platzierten Trakehner Fuchswallach Rosso WRT (V. Connery) aus der Zucht und im Besitz von Dr. Thomas Weckerle vor und erzielte 68,471 beziehungsweise 68,028 Prozent in den beiden ersten Prüfungen. An der Kür nahmen beiden deutschen Paare nicht mehr teil. „Es ist toll, dass ihr dieses Pferd zur Verfügung gestellt wird. Für die beiden war es das erste Turnier, da fehlte es noch ein bisschen an Feinabstimmung, aber insgesamt ist dies ein vielversprechendes Paar“, sagte der Bundestrainer. „Nachdem sich hier nun alle vier hier gut präsentiert haben, freuen wir uns auf Mannheim, wo wir dann die gesamte Longlist für Tokio am Start erwarten.“

Insgesamt stellten in Waregem sechs Nationen eine Mannschaft. Es siegte das Team aus Dänemark vor den niederländischen und belgischen Reiter*innen. 

Alle Ergebnisse unter https://www.quadrille.bz/nl/resultaten/2021

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