21. Juni 2021

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Para-Nationenpreis (Foto: Rainer Schmid/RV Mannheim)

Para-Nationenpreis (Foto: Rainer Schmid/RV Mannheim)

(ppb) Am zweiten der drei „Para-Tage“ beim 57. Mannheimer Maimarkt-Turnier konnte die deutsche Equipe im Nationenpreis ihren 2019 bei der letzten Austragung gewonnen Titel verteidigen. Mit 432,316 Punkten setzte sich das Team von Equipe-Chefin Britta Bando (Hamburg) deutlich gegen Polen durch (384,308). Die anderen Nationen konnten keine kompletten Teams stellen. 

Für Deutschland starteten Heidemarie Dresing () in Grade II, auf La Boum kamen ihre 141,923 Punkte (70.345 im Team Test, 71.569 im Einzel) allerdings nicht in die Wertung. Steffen Zeibig () in Grade III und Feel Good erreichten insgesamt 145.000 Punkte (73.285/71.716) – dies war das höchste Ergebnis des gesamten Nationenpreises. Weiter punktete Sakia Deutz () im Sattel von Soyala, die 144.203 Punkte sammelt (72.333/71.870). Das vierte Ergebnis mit 143.113 Punkten steuerte Regine Mistelkamp (Geldern) mit Highlander Delight’s bei (72.597/70.516). 

Polen brachte Magdalena Cycak auf Sybilla mit 134.405 Punkten (67.500/66.905) in die Wertung. Dominik Ast und Femme de Matcho kamen auf 122.934 (60.292/62.642), Maciej Bigaj im Sattel von Liverpool schlossen mit 126.969 Punkten (64.083/62.886) ab. 

 Regine Mistelkamp: Zwei Siege und dazu noch die Plätze 2 und 3 

(ppb) Mannheim ist für Regine Mispelkamp ein gutes Pflaster: Hier startete sie 2018 beim CPEDIO erstmals im Para-Dressursport und sammelte auf Anhieb drei Siege und zwei zweite Plätze. Ähnlich verliefen die beiden ersten Prüfungen beim 57. Mannheimer Maimarkt-Turnier. Die 50-jährige Pferdewirtschaftsmeisterin gewann am Freitag im Sattel ihres Nachwuchspferdes Highlander Delight’s mit 72.597 Prozentpunkten den Preis der Familie Ulrich Merkel, Mannheim, und belegte mit dem erfahrenen Rheinländer-Wallach Look at me Now den dritten Platz (69.380). Am Samstag lautete die „stallinterne“ Reihenfolge umgekehrt: Sieg im Preis der Firma Sprenger auf dem 16-jährigen Wallach Look at me Now (71.230), Platz 2 mit dem erst neun Jahre alten Wallach Highlander Delight’s (70.516). 

Mit diesen Platzierungen – morgen folgt noch die Musikkür, in der sie wieder Highlander Delight’s satteln wird – hat sie sich in der Qualifikation für die Teilnahme an den Paralympics im August in Tokio eine sehr gute Ausgangsposition verschafft, „zumal ja auch die Trainingsleistungen mitbewertet werden“. Doch noch folgen mit München und Kronenberg (Niederlande) zwei weitere „Quali“-Turniere. „Das wären meine ersten Paralympischen Spiele“, erklärt die Aktivensprecherin der deutschen Para-Equestrians, die in Geldern am Niederrhein einen Trainings- und Ausbildungsstall betreibt. 2018 gewann sie bei den Weltreiterspielen in Tryon (USA) zwei Bronzemedaillen, außerdem ist sie zweimalige Deutsche Meisterin. 

Regine Mistelkamp startet in Grade V, die Diagnose „Multiple Sklerose“ erhielt sie eher zufällig im Rahmen einer Bandscheibenuntersuchung. Bis dahin war sie im Springsattel, später im Dressursattel bis Klasse S erfolgreich. 2009 absolvierte sie erfolgreich ein Studium zum Diplom-Trainer an der DOSB-Trainerakademie in Köln. Sie wird von Silke Fütterer-Sommer trainiert, kocht und bäckt gerne oder beschäftigt sich mit ihrem 12 Jahr alten Ridgeback. 

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