23. Juni 2021

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Jan Wernke neuer Vorsitzender des CDS – Club Deutscher Springreiter stellt sich neu auf

Jan Wernke will in Oldenburg dabei sein, mahnt jeoch auch die Disziplin aller an. (Foto: Stefan Lafrentz/ Archiv)

Jan Wernke will in Oldenburg dabei sein, mahnt jeoch auch die Disziplin aller an. (Foto: Stefan Lafrentz/ Archiv)

Hagen a.T.W. (fn-press). Wachablösung beim Club Deutscher Springreiter (CDS): Nach 20 Jahren hat Heinrich-Hermann Engemann sein Amt als Vorsitzender abgegeben. Neu gewählt haben die Mitglieder Jan Wernke (Holdorf). Sein Stellvertreter ist Andreas Kreuzer (Damme). Als Ziel seiner Arbeit in den kommenden Jahren hat der 32-jährige Wernke vor allem die Wiederbelebung des Clubs durch eine Steigerung der Mitgliederzahlen und die Interessenvertretung der Springreiter definiert.

Es ist eine kleine Abschiedstournee, die Heinrich-Hermann „Heiner“ Engemann in den vergangenen Monaten absolviert hat. Seit Anfang des Jahres ist er Cheftrainer der kolumbianischen Springreiter. Im Dezember 2020 wurde er bereits im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Riesenbeck nach zwölf Jahren als Co-Bundestrainer des deutschen Teams verabschiedet. Da Corona-bedingt Vereinsaktivitäten derzeit nur eingeschränkt stattfinden können, nutzten die Mitglieder des CDS das Turnier Horses&Dreams in Hagen a.T.W., um zum einen Heiner Engemann für sein großes Engagement zu danken und zu verabschieden sowie dafür, einen neuen Vorsitzenden und Stellvertreter zu wählen.

Die Wahl des Vorsitzenden fiel auf den Niedersachsen Jan Wernke, Deutscher Vizemeister von 2019, der zusammen mit seiner Familie einen Turnier- und Ausbildungsstall in Holdorf betreibt. Stand heute hat der CDS ca. 130 Mitglieder, in der Regel Reiter der Leistungsklasse 1 und ehemalige Aktive. „Ich möchte möglichst viele weitere LK1-Reiter motivieren, in den CDS einzutreten und ihre Interessen im Sinne der Pferde und des Sports vertreten“, sagt Wernke. Künftig will er vor allem Schnittstelle zwischen den Aktiven, den Verbänden und Turnierveranstaltern sein. „Mir ist wichtig, dass sich die Reiter an mich wenden. Sie können mich jederzeit anrufen, wenn sie ein Anliegen haben, etwa Verbesserungspotenzial bei den Regelwerken oder bei der Organisation und den Bedingungen von Turnieren. Ich möchte ihr Ansprechpartner sein und dazu beitragen, dass unser Sport, den ich liebe, vorankommt und sich Dinge verbessern. Wir wollen alle unseren Sport noch lange betreiben und dafür setze ich mich ein.“ Obwohl die CDS-Mitglieder vorrangig auf höchstem sportlichen Niveau unterwegs sind, will Wernke den Bezug zur Basis und damit zum ländlichen Turniersport nicht verlieren: „Wir Springreiter der LK 1 vertreten nicht nur die Top-Sportler in Deutschland. Die meisten von uns sind auch Trainer von Reitern, die Turniere auf A-, L- oder M-Niveau reiten, so bleibt uns auch die Bindung zur Basis erhalten.“

Der CDS hat eine lange Tradition. Er wurde 1975 als Fachgruppe Springen des Deutschen Reiter- und Fahrerverbandes (DRFV) gegründet. Der Club war Ausrichter der ersten Bundeschampionate 1976. Seine Vertreter wirken in Gremien und Arbeitsgruppen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit. Als Vorsitzender des CDS kann Jan Wernke nun auch Einfluss auf Entscheidungen des Beirats Sport der FN nehmen, etwa wenn es um Regelwerksänderungen im Springen geht. Dem Beirat Sport gehören die Vorsitzenden und die Geschäftsführer der Mitglieds- und Anschlussorganisationen der FN mit unterschiedlichen Stimmrechten an. Auch der DRFV hat dort Sitz und Stimme, sein Vorsitzender Wolfgang Brinkmann ist Mitglied im Vorstand des FN Bereichs Sport und DOKR. Wernke will sein Amt nutzen, um in diesen Gremien über den DRFV die Interessen der Top-Springreiter zu vertreten.

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