21. Juni 2021

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Rennbahn Bad Doberan – Bewegung im Interessenbekundungsverfahren

Ostsee-Meeting Bad Doberan 2019_Its My Turn_galoppfoto.de_Sorge

Ostsee-Meeting Bad Doberan 2019_Its My Turn_galoppfoto.de_Sorge

(Bad Doberan/ Magdeburg) Manchmal geht es dann doch schnell: am Montagabend, 7. Juni, wurde in Magdeburg der “Rennclub Bad Doberan e.V. von 1822” gegründet, am Donnerstag, 10. Juni, trifft sich Club-Präsident Heinz Baltus aus Magdeburg in Bad Doberan mit Bürgermeister Jochen Arenz und weiteren Interessenten zu Gesprächen wie es in Zukunft weitergehen kann mit dem Bad Doberaner Rennbahngelände. Zu den weiteren Interessenten zählt dem Vernehmen nach auch der Verein Bernsteinreiter Hirschburg e.V., sowie ein weiterer namentlich nicht benannter Investor. Die Stadt Bad Doberan hatte im vergangenen Jahr ein Interessenbekundungsverfahren für das Gelände initiiert. Ziel: Ein zukunftsfähiger multifunktionaler Betrieb für das Gelände.

Die Nachricht sorgte am Mittwoch für Optimismus: Heinz Baltus ist erfolgreicher Unternehmer und Präsident des Magdeburger Renn-Verein e.V. von 1906. Die Bahn in Magdeburg-Herrenkrug ist eine der bekannten Sportstätten in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt. “Ich bin von mehreren Personen gebeten worden, mich der Sache anzunehmen”, so Heinz Baltus auf Nachfrage von Mecklenburger Pferde. “Dazu habe ich mich auch mit Helmut Rohde in Verbindung gesetzt, der ja aktuell Präsident des “Doberaner Rennverein von 1922 e.V.” ist, um zu hören, ob das willkommen ist.”

Überhaupt knüpfte und nutzte Magdeburgs RV-Präsident viele Kontakte und führte Gespräche, denn “ein Engagement muss Hand und Fuss haben”, sprich: soll auf soliden Füssen stehen. „Die Stadt Bad Doberan ist festen Willens, den Vertrag mit uns zu unterzeichnen“, sagt Heinz Baltus im Special Interest-Forum galopponline.de. „Für Donnerstag sind wir verabredet und wollen Nägel mit Köpfen machen. Förderanträge sind schon fertig und liegen auch beim Ministerium zur Prüfung schon vor.“ Dabei schaut Baltus auch offen darauf, dass es zwei Mitbewerber gibt und durchaus die Chance vorhanden ist, dass alle gemeinsam eine zukunftssichere Lösung auf die Beine stellen könnten. Baltus hat einen Zweitwohnsitz in Kühlungsborn in der Nähe der Rennbahn und weiß einerseits um die Geschichte der ältesten Rennbahn Europas, andererseits aber auch um die Schwierigkeiten und Querelen der vergangenen Jahre. Ein Grund dafür, dass er “einen Schnitt” gemacht hat: “Es gibt im alten Verein Interessenlagen und Personen, die – ich sage es mal so – dazwischen grätschen.” 

Ein Umstand, der auch Helmut Rohde immer wieder begegnete. “Das ist auch mir immer wieder vor die Füsse gefallen. Weder die Stadt, noch weitere Partner möchten in Zukunft mit dem alten Rennverein zusammenarbeiten. Der Pachtvertrag mit der Stadt läuft Ende diesen Jahres ohnehin aus und die Stadt hat klar signalisiert, dass sie nicht verlängern wird.” Ursache dafür seien Interessenlagen einzelner Mitglieder und deren Befürworter. Rohde analysiert die Situation nüchtern: “Der Rennverein hat jedes Jahr für 60.000 bis 70.000 Euro eine Infrastruktur nur für die Renntage aufwenden müssen, die dann wieder abgebaut werden mußte.” Zudem sei der Investitionsstau erheblich, allein der zu erneuernde Zaun rund um das Geläuf sei für einen Verein einfach nicht finanzierbar. Und weil der Zaun löchrig ist, tummeln sich auch mal Wildschweine auf dem Geläuf. Rohde: “Wichtig ist doch, dass die Rennbahn im nächsten Jahr 200 Jahre alt wird, nicht der Verein, und das es in Zukunft funktioniert.” 

Zuletzt gab es 2019 ein Ostsee-Meeting in Bad Doberan. (Foto: galoppfoto.de/ Sorge)

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