5. August 2021

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Deutschlands beste Reiterin Sibylle Vogt dominiert mit Noa Lea im A my-bed.eu – Langer Hamburger

Freute sich riesig über den Sieg mit Noa Lea im traditionsreichen A my-bed.eu - Langer Hamburger - Deutschlands beste Rennreiterin Sybille Voigt. (Foto: galoppfoto.de/ Sorge)

Freute sich riesig über den Sieg mit Noa Lea im traditionsreichen A my-bed.eu - Langer Hamburger - Deutschlands beste Rennreiterin Sybille Voigt. (Foto: galoppfoto.de/ Sorge)

(Hamburg)  Deutschlands beste Rennreiterin Sibylle Vogt war auch beim Start des IDEE Derby-Meeting auf der Rennbahn in Hamburg-Horn am Mittwoch im „Hamburg-Marathon der Galopper“ auf der Überholspur: Dank der Unterstützung des Appartement- und Ferienwohnungsanbieter my-bed.eu aus der Hansestadt als Sponsor des ältesten und längsten Rennens wurde der „Lange Hamburger“ als A my-bed.eu – Langer Hamburger (Listenrennen, 15.000 Euro) über weite 3.200 Meter nach einem Jahr Unterbrechung wieder ausgetragen. Und die gebürtige Schweizerin Sibylle Vogt beherrschte mit der vierjährigen Stute Noa Lea als 8,6:1-Außenseiterin überraschend jede Phase der Langstrecke.

Das Rennen lief genau nach ihrem Plan – Vogt erklärte: „Ich habe das Rennen zunächst vorne ruhig gemacht, in der Gegenseite haben wir dann etwas beschleunigt, im Schlussbogen wieder Tempo herausgenommen und dann sind wir auf der Geraden vorne abgesprungen.“ 

Wie vor zwei Jahren mit Abadan gewann wieder eine Stute aus dem Kölner Top-Quartier von Henk Grewe, dem Champion der Jahre 2019 und 2020. Noa Lea gehört Volker Käufling aus Homberg, der die Jukebox Jury-Tochter auch gezogen hatte. „Der Besitzer hat immer an die Stute geglaubt, daher hatte er sie auch im letzten Jahr bei der Arqana-Auktion in Frankreich zurückgekauft“, sagte Natascha Grewe, die ihren Ehemann Henk vertrat, der am Samstag in Hamburg erwartet wird.

Nie kam einer der sechs Konkurrenten in die Nähe von Noa Lea, die souverän mit zweieinhalb Längen Vorsprung den über sich hinauswachsenden Sioux in Schach hielt, der spät noch Sir Polski (im Besitz von Derby-Sponsor Albert Darboven) den zweiten Platz wegschnappte. Der Favorit Quian kam früh nicht über Rang vier hinaus.

Ostsee-Sieg zum Auftakt

Über viele Jahre war der viel zu früh verstorbene Dortmunder Trainer Uwe Stoltefuß ein gern gesehener und höchst erfolgreicher Gast in Hamburg, An ihn erinnerte das einleitende der insgesamt sechs Rennen, von denen vier auch dank der PMU-Unterstützung nach Frankreich übertragen wurden. In der Auftakt-Prüfung für die Nachwuchsgalopper, die an den unweit der Ostsee in Dänschenburg ansässigen Stall von Anna Schleusner-Fruhriep ging – durch Nastaria (3,2:1). Sibylle Vogt zeigte bei ihrem ersten Tageserfolg schon ihre ganze Klasse und drehte eine schon verloren geglaubte Partie gegen die schon in Front gezogene Rosenart.

„Wir haben noch nie ein Zweijährigen-Rennen gewonnen“, freute sich Anna Schleusner-Fruhriep. „Normalerweise laufen unsere Pferde erst später, aber sie hatte sich toll entwickelt und angeboten. Mein Papa Volker hat im Oktober zwei Zweijährige gekauft und mir ein Pferd geschenkt. Eigentlich sollte es das andere Pferd sein, aber durch einen Fehler bei der Eintragung habe ich Nastaria bekommen, die mir ohnehin besser gefallen hat.“ Nun gab es schon die ersten 3.000 Euro Prämie. Die Schleusner-Familie stellte in einem 2.000 Meter-Handicap mit Oxana (6,8:1; mit dem 17-jährigen Nachwuchsreiter Leon Wolff) vor Ragazza auch die beiden Erstplatzierten.

Ex-Derby-Hoffnung ist wieder da

Vor zwei Jahren galt Nirvana Dschingis als große Hoffnung für das Derby, doch die Gesundheit spielte nicht mit. Zwei Jahre musste der Soldier Hollow-Sohn pausieren. Das hinderte ihn aber nicht an einem standesgemäßen Comeback in einer 2.200 Meter-Prüfung. Unter Adrie de Vries spielte der 1,5:1-Favorit unter Adrie de Vries beim Neubeginn für die Mülheimer Trainerin Yasmin Almenräder mit der Konkurrenz. „Er besitzt viel Klasse“, brachte es De Vries auf den Punkt.

2019 hatte Casinomaster aus dem Stall von Frank Fuhrmann (Möser) innerhalb weniger Tage bei der Derby-Woche zweimal gewonnen und war einmal Zweiter. Zurück auf seinem Lieblingskurs hatte er allerdings diesmal nicht Fortuna auf seiner Seite, denn wegen einer Behinderung des viertplatzierten Pferdes Ocean Air verlor er den Sieg in einem 1.400 Meter-Handicap an den Schimmel, den Esther Ruth Weißmeier für ihre als Trainerin firmierende Mutter Regine Weißmeier (Issum) steuerte. 

2020 verstarb mit Hein Bollow im Alter von 99 Jahren eine Legende des deutschen Turfs. Im abschließenden Memorial für den Klassejockey und –trainer (Ausgleich II, 1.600 m) gab es noch eine packende Entscheidung, aus der der Münchener Gast Wynono (5:1) mit dem nach einer Verletzungspause kürzlich wiedergenesenen Maxim Pecheur vor Vicente und Adaris als Sieger hervorging. Damit hatte sich die Reise für Trainer Werner Glanz mehr als gelohnt.

Derby-Boxen gezogen – Alter Adler aus der 14

Zwischen dem zweiten und dritten Rennen wurden die Startboxen für das IDEE 152. Deutsche Derby gezogen. Der Favorit Alter Adler startet aus der 14 im 20er-Feld.

Das vier Renntage umfassende IDEE Derby-Meeting wird am Freitag fortgesetzt mit zwölf Prüfungen ab 11:15 Uhr (Beginn der Veranstaltung um 10:45 Uhr). Das absolute Höhepunkt ist das Galopprennen des Jahres am Schlusstag (4. Juli) – das IDEE 152. Deutsche Derby um ein Preisgeld von 650.000 Euro.

Der Hamburger Renn-Club im Internet: www.galopp-hamburg.de

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