23. September 2021

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Tokio 2021: Gelungener Auftakt für Schneider und Werth – Deutsche Dressurreiterinnen für Kür und Mannschaftswertung qualifiziert

Tokyo 2020 Olympic Games Dressage Day 1 Grand Prix. Jessica Von Bredow Werndl (GER) With Her Ride TSF Dalera At The Baji Koen Equestrian Park Tokyo (JPN) FEI:Christophe Taniere

Tokyo 2020 Olympic Games Dressage Day 1 Grand Prix. Jessica Von Bredow Werndl (GER) With Her Ride TSF Dalera At The Baji Koen Equestrian Park Tokyo (JPN) FEI:Christophe Taniere

Tokio/JPN (fn-press). Das war das Ziel: Alle drei deutschen Dressurreiterinnen haben sich bei den Olympischen Spielen in Tokio für den Start in der Team- und Einzelwertung qualifiziert. Nach Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen), die mit TSF Dalera bereits am ersten Tag in der Qualifikationsprüfung, dem Grand Prix, den Ton angab, folgten heute ihre beiden Teamkolleginnen Dorothee Schneider (Framersheim) mit Showtime FRH und Isabell Werth (Rheinberg) mit Bella Rose und sicherten sich einen Startplatz in der Kür am Mittwoch, 28. Juli, in der die Einzelmedaillen vergeben werden.

Insgesamt gingen 58 Paare aus 29 Nationen im Grand Prix an den Start, 14 Nationen stellten eine Mannschaft, von denen die besten acht im Grand Prix Special am Dienstag, 27. Juli, um die Teammedaillen kämpfen dürfen. Dort geht es dann, wie auch in der Kür, für alle wieder bei Null los.

Die Auswahl für die Einzelwertung erfolgte blockweise. Dazu war das Starterfeld in sechs Gruppen unterteilt, von denen sich die beiden Besten jeweils automatisch für die Kür qualifizierten. Nach Jessica von Bredow-Werndl dominierten auch ihre Teamkolleginnen ihre jeweilige Gruppe. Isabell Werth, letzte Starterin in der letzten Gruppe, beendete die Aufgabe mit ihrem „Herzenspferd“ Bella Rose mit 82,5 Prozent. „Es war wichtig, einen sicheren und fehlerfreien Ritt zu absolvieren”, sagte Isabell Werth, daher sei sie auch nicht das letzte Risiko eingegangen. „Bella war sehr fokussiert und konzentriert. Es waren zwei oder drei Kleinigkeiten, was vielleicht auch der letzten Durchlässigkeit und ihrem Eifer geschuldet war, das Einreiten und die erste Pirouette. Ansonsten waren das super Highlights. Die ganze Piaffe-Passage-Tour fühlte sich super leicht an. Auch die Trabverstärkungen fühlten sich sehr gut an. Ich bin echt zufrieden.“

Ein toller Einstieg in die olympische Dressur gelang auch Dorothee Schneider mit Showtime FRH. Aufgrund eines Patzers in der Linkspirouette blieb das Paar mit 78,820 Prozent allerdings etwas unter seinen Möglichkeiten. “Es war gut, aber es kann besser”, fasste Schneider kurz und knapp zusammen. „Ich wünschte mir natürlich der Fehler wäre nicht passiert, der war sehr teuer, aber insgesamt für den ersten Tag hat er toll mitgemacht und hat im Viereck wirklich angefangen lozulassen und ist richtig schön durch den Körper gegangen – athletisch eben –, wie er halt so ist.“

Die Topleistungen ihrer Reiterinnen brachten auch die Bundestrainerin zum Strahlen: „Ich bin zufrieden, sehr zufrieden“, sagte Monica Theoderscu. „Es war ein Einstieg nach Maß für eine Einlaufprüfung, das ist es ja jetzt eigentlich. Es haben sich alle für die Kür qualifiziert, jede hat ihre Gruppe gewonnen, auch mit einem Topergebnis. Es geht kaum besser für den ersten Tag.“

Auf die Frage, wie sie das neue Qualifikationssystem mit den sechs Startergruppen beurteilt, antwortet sie. „Man muss das erst einmal evaluieren. Aber ich glaube, dass es sich gut durchmischt hat. Ich bin jedenfalls froh, dass nicht alle drei hintereinander dran waren. Das macht es für uns Trainer definitiv einfacher. Das war für unsere Situation bestimmt kein Nachteil.“

Neben Isabell Werth und Dorothee Schneider konnten sich am zweiten Tag des Grand Prix auch die Triple-Olympiasiegerin von London, die Britin Charlotte Dujardin mit Gio, die Schwedin Juliette Ramel mit Buriel K.H. sowie die Dänin Carina Cassoe Krüth mit ihrer zehnjährigen Fürstenball-Tochter Heiline’s Danciera und die US-Amerikanerin Adrienne Lyle mit Salvino auf Anhieb für die Kür empfehlen. Zusätzlich zu den zwölf direkt Qualifizierten ziehen auch die nächsten sechs punktbesten Paare aus dem Grand Prix ins Finale ein.

Dank ihrer Topergebnisse erzielten die drei deutschen auch das höchste Ergebnis als Team und treten damit neben Großbritannien, Dänemark, den USA, den Niederlanden, Schweden. Portugal und Spanien am 27. Juli zum Teamentscheid an.

Direkt qualifiziert für die Kür sind aus den sechs Startergruppen:

Jesscia von Bredow-Werndl (GER) mit TSF Dalera; 84,379 Prozent
Isabell Werth (GER) mit Bella Rose. 82,5
Cathrine Dufour (DEN) mit Bohemian; 81,056
Charlotte Dujardin /GBR) mit Gio; 80,963
Dorothee Schneider (GER) mit Showtime; 78,820
Edward Gal (NED) mit Total US; 78,649
Sabine Schut-Kery (USA) mit Sanceo; 78,416
Charlotte Fry (GBR) mit Everdale; 77,096
Caterina Cassoe Krüth (DEN) mit Heiline’s Danciera: 76,677
Therese Nilshagen (SWE) mit Dante Weltino OLD; 75,140
Adrienne Lyle (USA) mit Salvino; 74,876
Juliette Ramel (SWE) mit Buriel K.H., 73,369

Zusätzlich qualifiziert sind die besten sechs Ergebnisse:

Hans Peter Minderhout (NED) mit Dream Boy; 76,817 Prozent
Steffen Peters (USA) mit Suppenkaspar; 76,196
Carl Hester (GBR) mit En Vogue; 75,124
Nanna Skodborg Merrald (DEN) mit Zack; 73,168
Rodrigo Torres (POR) mit Fogoso; 72,624
Beatriz Ferrer-Salat (ESP) mit Elegance; 72,096

Qualifikationsergebnis Teams: 

GER: 7911.5 Punkte
GBR: 7508.5 Punkte
DEN: 7435,0 Punkte
USA: 7389,5 Punkte
NED: 7312,0 Punkte
SWE: 6.989,0 Punkte
POR: 6862,5 Punkte
ESP: 6749,5 Punkte

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