25. September 2021

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Bella Ciao! Beim CHIO Aachen 2021: Isabell Werth verabschiedet ihr Herzenspferd Bella Rose

Isabell Werth und Bella Rose im Deutsche Bank Preis beim CHIO Aachen 2019. (Foto: CHIO Aachen/ Arnd Bronkhorst)

Isabell Werth und Bella Rose im Deutsche Bank Preis beim CHIO Aachen 2019. (Foto: CHIO Aachen/ Arnd Bronkhorst)

„Wo denn sonst?“ Beim CHIO Aachen 2021 wird die erfolgreichste Reiterin der Welt, Isabell Werth, ihr „Herzenspferd“ Bella Rose aus dem Sport verabschieden.

Für die beiden geht dann auf dem Turniergelände in der Aachener Soers eine außergewöhnliche Reise zu Ende. Und es wird ein sportlicher Abschied werden, „klar, wir greifen nochmal an, wollen bei unserem letzten Auftritt auf der großen internationalen Bühne nochmal zeigen, was wir können“, sagt Isabell Werth. Dass die 17 Jahre alte Stute etwas kann, das war der 13fache Siegerin im Deutsche Bank Preis beim CHIO Aachen gleich klar. Vor 14 Jahren trafen sich Isabell und Bella Rose zum ersten Mal und die Reiterin wusste sofort: Dieser Moment ist besonders. Und so machten sich die beiden auf eine ganz besondere Reise, die sie zu außergewöhnlichen Augenblicken auch immer wieder nach Aachen führte. Hier im Deutsche Bank Stadion triumphierte die Paarung nicht nur 2019, hier feierten sie auch ein Jahr zuvor ihr Comeback nach langer Leidenszeit. Dreieinhalb Jahre war die Fuchsstute verletzt gewesen, ehe sie mit Siegen im Havens Pferdefutter-Preis und im Lindt-Preis beim CHIO Aachen 2018 auf die internationale Bühne zurückkehrten. Was folgte, ist Pferdesportgeschichte: Zwei Goldmedaillen bei der WM in den USA und eben 2019 der Sieg im Deutsche Bank Preis. Und nach Team-Gold und Einzel-Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio entschied Isabell Werth, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, Bella Rose aus dem Sport zu verabschieden.

Außergewöhnliches Temperament, außergewöhnliches Talent, außergewöhnliche Bewegungsabläufe, dazu Leistungsbereitschaft und das Ganze gepaart mit einer unglaublichen Power, das sei es, was das Pferd auszeichne, sagt die Reiterin. Und zwar von Beginn an. Selbst das entspannte Reiten auf der Rennbahn wurde da zur Herausforderung, die Power des Pferdes musste erst einmal kanalisiert werden. Bei der Erinnerung an diese Tage muss Isabell Werth viel lachen. Einmal, so berichtet sie, habe sie Bella Rose, gerade vierjährig, zu einem Lehrgang mitgebracht: „Da hat sie nur ein paar Regentropfen auf den Popo bekommen und gleich mit dem Piaffieren losgelegt.“ Eine große Herausforderung sei es für das Pferd gewesen, geduldiger zu werden. „Und da haben sich ja zwei getroffen, naja, letztlich haben wir uns dann gegenseitig die Geduld beigebracht“, schmunzelt Werth bei der Erinnerung. Aachen, die Soers, das Deutsche Bank Stadion, sei für beide ein ganz besonderes Terrain: „Hier fühlen wir uns immer in ganz besonderem Maße verpflichtet, alles zu geben und diesem außergewöhnlichen Publikum alles was geht, zurückzugeben.“ Bella Rose ist es dabei übrigens wurscht, ob sie vor 50, 500 oder eben wie in Aachen weit mehr als 6000 Zuschauern startet, „sie ist sich selbst genug“, so Werth.Nun wollen die Beiden also noch einmal auf die legendäre Siegertafel des CHIO Aachen, ehe Bella Rose dann aus dem großen Sport verabschiedet wird. Wie dieser Abschied aussehen wird, verrät Turnierleiter Frank Kemperman noch nicht, „das soll eine Überraschung bleiben.“ Doch nicht nur Isabell Werth ist sich sicher: „Das wird noch einmal sehr sehr emotional werden.“ Tickets für die Dressur beim CHIO Aachen gibt es im Online-Ticketshop.

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