24. September 2021

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BCH 2021: Begeisterte Zuschauer feiern neue Bundeschampions – Turnierleiter Scharmann zieht positive Bilanz unter die 28. Bundeschampionate

Logo Bundeschampionate

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Warendorf (fn-press). Fünf Tage Bundeschampionate: Phantastische Pferde und Ponys, eindrucksvoller Sport, tolles Wetter und endlich wieder mit Zuschauern. Die Begeisterung war auf allen Seiten groß. Turnierleiter Markus Scharmann zieht in einem Interview Bilanz zu den 28. Bundeschampionaten in Warendorf gefragt.

Herr Scharmann, wie fällt Ihr Fazit am Ende der Bundeschampionate 2021 aus?
Markus Scharmann: “Sehr positiv, weil ich mich richtig freue, dass wir endlich wieder tolle Leistungen von jungen Pferden gesehen haben, die dann auch noch von den hier anwesenden Zuschauern bejubelt wurden. Das hat richtig Spaß gemacht. Und beim ersten Champion im Springen, den ich selber miterleben durfte am Samstag bei den Siebenjährigen, als dieser auf die letzte Ehrenrunde ging und das ganze Publikum stehend applaudiert hat, da hat man am Ende gemerkt, wie sehr das doch gefehlt hat.”

Welches Feedback haben Sie von den Leuten vor Ort erhalten?
Markus Scharmann: “Ich habe mit vielen Menschen gesprochen. Mit Besuchern, mit Helfern, mit Richtern, mit Reitern, mit Ausstellern. Alle sind dankbar, dass wir eine Veranstaltung wie diese hier wieder durchführen konnten. Das war möglich dank der sehr guten Kooperation mit dem Kreis und mit der Stadt und dank der Tatsache, dass wir die Veranstaltung als Corona-Modellversuch mit Zuschauern durchführen konnten. Mein Eindruck ist auch, dass hier vielleicht so eine Art Aufbruchstimmung für die Zeit nach Corona geherrscht hat. Dass es endlich weitergeht.”

Die Veranstaltung war als Modellversuch mit täglich maximal 4.000 Besuchern nur unter Auflagen möglich. Am Wochenende war die Veranstaltung ausverkauft. Wie ist das Hygienekonzept aufgegangen?
Markus Scharmann:
 “Im Großen und Ganzen ist unser Konzept aus meiner Sicht aufgegangen. Die 3G-Regel am Einlass war das wichtigste Instrument in dem Hygienekonzept. Das wurde sehr streng kontrolliert. In der Diskussion mit den zuständigen Behörden war allen Beteiligten klar, dass es eine Herausforderung wird, das Hygienekonzept in der Praxis perfekt umzusetzen. In der Nachbetrachtung bin ich sehr zufrieden damit, wie uns das gelungen ist.”

Es gab auch Neuerungen unabhängig von der Coronapandemie, die vor allem die Pferde und Ponys betrafen. Wie haben sich diese bewährt?
Markus Scharmann: “Die Bundeschampionate sind eine Veranstaltung mit jungen Pferden und Ponys. Wir wollen, dass diese sich hier wohl fühlen und ihre Leistung bringen können. Im letzten Jahr schon haben wir die Unterbringung der Pferde verbessert, indem wir die Boxen wie Offenställe, also nach vorne offen unter einem Zeltdach, aufgebaut haben. Das kam sehr gut an und wir haben es beibehalten.
Gelobt wurde auch die neue Pferdeführung. Wir haben die Wege von Pferd und Mensch konsequent getrennt. Das kam vor allem den 3- und 4-Jährigen zugute, die wesentlich unbehelligter und ruhiger zum Reitpferdeplatz kamen. Gut kam auch an, dass wir dort einen weiteren Longierzirkel eingerichtet hatten.
Bei den jungen Dressurpferden haben wir auf die Tribüne zwischen Prüfungs- und Vorbereitungsplatz verzichtet. Zum einen ist damit die kesselartige Atmosphäre verschwunden, zum anderen können die Pferde in der Prüfung die anderen auf dem Vorbereitungsplatz sehen. Für all diese Maßnahmen haben wir viel positive Resonanz von den Reitern erhalten. Und wenn wir auch in Zukunft Möglichkeiten finden den Aufenthalt für die Pferde schöner zu machen, dann tun wir das.”

Gibt es auch Punkte, die Sie auf die Verbesserungsliste für 2022 setzen würden?
Markus Scharmann: “Viele Dinge haben sehr gut funktioniert. Aber es stimmt, es gibt auch Dinge, die hätten besser funktionieren können. Die sind natürlich auch bei mir angekommen und die stehen definitv auf der To-do Liste für nächstes Jahr. Einer dieser Punkte ist die schlechte Netzabdeckung auf dem Veranstaltungsgelände. Da müssen wir ganz selbstkritisch eingestehen: Unser Plan ist leider nicht aufgegangen. Während der Veranstaltung konnten wir das nicht mehr korrigieren. Wir haben das Netz dann vor allem so eingesetzt, dass die für uns wichtigen Funktionen dieser Veranstaltung aufrechterhalten bleiben. Das hat der ein oder andere Zuschauer dann sicherlich zu spüren bekommen, weil er zum Beispiel etwas nicht streamen konnte.”

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