24. September 2021

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Bundesnachwuchschampionat Dressur: Gold für Lara Lattermann – Silber und Bronze für Weser-Ems und Westfalen

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Darmstadt-Kranichstein (fn-press). Um die Zukunft des Dressursports brauche man sich keine Sorgen zu machen, so die Richterinnen im Finale des Bundesnachwuchschampionates Dressur (Liselott-Rheinberger-Nachwuchsförderpreis) in Darmstadt-Kranichstein. Mit Höchstnoten im 9er-Bereich wurden alle drei Medaillenträgerinnen im Finale mit Pferdewechsel bedacht. Gold ging an Lara Lattermann aus Bayern vor Matilda Tietje vom LV Weser-Ems und Lotta Plaas aus Westfalen.

„Wir haben hier eben ein echtes Highlight gesehen. Das war souveränes Reiten mit viel Übersicht, ausbalancierter Sitzugrundlage und sehr weichen halben Paraden. Im Grunde war der Ritt nahezu perfekt“, lobten die Richterinnen Ulrike Nivelle und Elke Ebert die Vorstellung von Lara Lattermann und ihrer Stute Soleil de la coeur H. Das hieß für die junge Bayerin als Note ausgedrückt eine 9,5. Dieses Ergebnis konnte sie mit den Ritten auf den beiden Pferden ihrer Konkurrentinnen sogar noch toppen und erhielt hier jeweils noch eine 9,7 und eine 9,8, was am Ende 29 von 30 möglichen Punkten bedeutete. „Du bist eine tolle Reiterin, und wir müssen uns um die Zukunft des Dressursports mit solchen Leistungen keine Sorgen machen.“

Die drei jungen Dressurreiterinnen hatten sich im Feld der 24 Paare in zwei Dressurprüfungen der Klasse L für das Finale im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert und mussten hier zeigen, wer auch auf fremden Pferden Lektionen sicher abrufen und harmonische Runden zeigen kann. Das gelang auch der Vize-Championesse, Matilda Tietje aus Weser-Ems mit ihrer erst sechsjährigen Stute Feingefühl eindrucksvoll (9,0): „Du hast dein unglaublich elegantes und leichtfüßiges Pferd mit viel Gefühl und Übersicht im Viereck vorgestellt“, so der Richterkommentar für Matilda, die sich ebenfalls mit den fremden Pferden noch steigern konnte (9,2 und und 9,5). Die 27,7 Punkte reichten somit knapp zur Silbermedaille vor der Westfälin Lotta Plaas (27,5 Punkte). Sie stellte ihr erfahrenes Pferd Balsamico (19) vor und heimste für diesen Ritt eine 9,3 ein: „Ihr Mädchen macht es uns heute wirklich nicht einfach, eine Entscheidung zu treffen. Du bist sehr konzentriert geritten und hast exakte Hufschlagfiguren gezeigt mit schönem Gefühl für das richtige Tempo.“ Auch Lotta konnte im Liselott-Rheinberger-Nachwuchsförderpreis noch ordentlich Punkte auf den beiden anderen Pferden sammeln (8,8 und 9,4). Für Lara Lattermann und Lotta Plaas sind die Medaillen im Bundesnachwuchschampionat die Krönung einer sehr erfolgreichen Saison. Bei den U14-Europameisterschaften in Spanien holten beide Team-Gold bei den Children Dressur. Lara Lattermann war dort auch in der Einzelwertung nicht zu schlagen sicherte sich eine zweite Goldmedaille.

Bundesweite Children-Förderung

Die bundesweite Förderung des Children-Dressursports ist dank eines Förderers in diesem Jahr in die dritte Runde gegangen. Die Initiative hat den sinnvollen Aufbau von Trainingsmaßnahmen und Turnierstarts der U14-Reiter auf Großpferden zum Ziel. Die Landesverbände wurden auch 2021 beim Talentscouting U14, der Schaffung eines Prüfungsangebotes auf Landesebene für diese Altersklasse sowie bei der Ausschreibung von Landesmeisterschaften für U14-Reiter auf Großpferden unterstützt. In Darmstadt-Kranichstein erhielten acht Reiter im Anschluss an die zweite Wertungsprüfung des Bundesnachwuchschampionates aus den Händen von Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen die Einladung zu einem dreitägigen Siegerlehrgang, der im Ende des Jahres unter seiner Leitung stattfinden wird. Für den Großteil der Lehrgangsteilnehmer wird im Rahmen dieses Lehrganges der Umstieg in die Altersklasse Junioren im Fokus stehen.

Informationen zum Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter

Das Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter, der Liselott-Rheinberger-Nachwuchsförderpreis, zählt zu den wichtigsten Nachwuchsprüfungen für Dressurreiter. Seit 1997 findet das Bundesnachwuchschampionat an wechselnden Austragungsorten statt, seit 2007 ist es regelmäßig Bestandteil der Deutschen Jugendmeisterschaften Dressur und Springen. Die Landesverbände nominieren gemäß einem Quotenschlüssel ihre talentiertesten Reiter im Alter bis zu 15 Jahren für einen Auswahllehrgang am DOKR-Bundesleistungszentrum in Warendorf. Auf diesem dreitägigen Lehrgang werden die 20 besten Paare für das Bundesnachwuchschampionat ausgewählt. Die Teilnehmer messen beim Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter ihr Können in den FEI-Aufgaben Children (Mannschafts- und Einzelaufgabe) auf Trense, wobei besonderer Wert auf den Sitz und die Einwirkung des Reiters gelegt wird. Geritten werden die Aufgaben auf einem Viereck mit den Maßen 20 x 60 m. Gerichtet werden die Prüfungen im getrennten Richtverfahren. Die drei wertnotenbesten Reiter qualifizieren sich für das Finale mit Pferdewechsel. Hierbei reiten alle drei Finalteilnehmer jeweils ihr eigenes Pferd sowie die Pferde ihrer beiden Mitbewerber. Geritten wird eine Sonderaufgabe auf dem Niveau der Klasse L, welche von zwei Richtern gemeinsam gerichtet und anschließend kommentiert wird. Sieger im Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter ist der Teilnehmer mit der höchsten Wertnotensumme der drei Finalritte. FN/ Tina Pantel

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