26. Oktober 2021

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Rückkehr des Wolfes: Akzeptable Lösungen müssen her – Zahl der Nutztierrisse steigt weiter

Wolf bleibt Wolf (Youtube-Screenshot)

Wolf bleibt Wolf (Youtube-Screenshot)

Warendorf (fn-press). Die Initiative „Wolf bleibt Wolf“, der auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) angehört, macht immer wieder auf stark zunehmende Risse von Nutztieren durch Wölfe aufmerksam. Im Frühsommer 2021 lebten nach Hochrechnungen bereits annähernd 2.000 Wölfe in Deutschland. Der Bestand wächst jährlich um etwa 30 Prozent. Die Verbände fordern von der Politik ein aktives Wolfsmanagement zum Schutz der Weidetiere.

„Der Wolf kehrt seit einigen Jahren nach Deutschland zurück, das ist die Realität. Diese Rückkehr ist akzeptabel, solange sie nicht auf Kosten anderer Tiere, etwa Weidetiere, geht. Das ist aber im Moment leider der Fall. Wir haben zu viele Risse von Schafen, Ziegen, Rindern und auch Pferden. Da müssen wir andere Lösungen finden“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Er sieht vor allem Probleme darin, die artgerechte Pferdehaltung sicherzustellen: „Wir sind mittlerweile in einer Situation, dass viel Pferdehalter ihre Pferde nachts und auch tagsüber nicht mehr auf die Weide oder den Paddock bringen, weil sie sich nicht trauen. Sie sehen die realistische Gefahr von Wolfsangriffen und Wolfsrissen. Hier handeln wir eigentlich tierschutzwidrig, denn es gehört zum Anrecht unserer Pferde, dass sie draußen gehalten werden können. Wir müssen vernünftige, akzeptablen Lösungen zwischen Politik, Tierschützern und Weidetierhaltern finden.“

Immer umfassendere Maßnahmen und Aktivitäten in der Wolfsthematik sind notwendig. Mit Hilfe von Spenden, unter anderem der Mitglieds- und Anschlussverbände der FN, wurde ein Bildungsprojekt zum Thema Wolf ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes werden Wolfsrisse zentral registriert, Statistiken geführt, Kommunikation rund um das Thema Wolf und Weidetiere betrieben sowie Projekte, etwa zum Thema Herdenschutz, umgesetzt. Dies soll die Wolfsdebatte in Deutschland versachlichen. Unter anderem wurde eine Videoreihe produziert, in der Vertreter von Pferdezucht- und Weidetierverbänden zu Wort kommen. Die Videos sind auf der Seite der Initiative Wolf bleibt Wolf zu finden: https://wolfbleibtwolf.de/   

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