26. Oktober 2021

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Erfolgszüchter Paul Wendeln feiert 90. Geburtstag

Paul Wendeln (li.) mit der von ihm gezogenen Bundes- und Landeschampioness sowie Oldenburger Siegerstute 2020, Casey OLD unter Hermann Gerdes, sowie seine Ehefrau Hilde Wendeln (re.) und sein Sohn Peter Wendeln (2. V. re.), der Besitzer von Casey OLD. (Foto: Tanja Becker)

Paul Wendeln (li.) mit der von ihm gezogenen Bundes- und Landeschampioness sowie Oldenburger Siegerstute 2020, Casey OLD unter Hermann Gerdes, sowie seine Ehefrau Hilde Wendeln (re.) und sein Sohn Peter Wendeln (2. V. re.), der Besitzer von Casey OLD. (Foto: Tanja Becker)

Paul Wendeln, einer der erfolgreichsten Oldenburger Züchter, feiert am 23. September seinen 90. Geburtstag.

Aus den, auf seinem Gestüt Wendeln im niedersächsischen Garrel seit über 50 Jahren gepflegten beiden Stutenlinien der Cinderella und der Juliane III gingen über 30 gekörte Hengste, mehr als 90 Prämienstuten, darunter fünf Siegerstuten, sowie über 220 hocherfolgreiche Sportpferde hervor.

Begonnen hat alles mit einem schneeweißen Ziegenbock – den Paul Wendeln als Kind statt des ersehnten Ponys geschenkt bekam und den er anspannte, um Transportfahrten für den elterlichen Kohlen- und Landhandel zu erledigen. Erst viel später durfte Paul Wendeln reiten lernen. Dabei war er vorzugsweise im Springsattel unterwegs.

Ab Anfang der 1960er Jahre rückte die Pferdezucht in den Fokus des Unternehmers, der zusammen mit seinem Bruder Bernhard die väterliche Bäckerei zu einem Konzern mit bekannten Marken wie Golden Toast und Lieken Urkorn aufbaute. Bei Georg Vorwerk erwarb Paul Wendeln seine erste Zuchtstute: die braune Markgraf-Orient-Tochter Heidemei. In Anpaarung an Furioso II brachte diese die beiden S-Dressurpferde Flinthörn und Format.

Im Zuge eines Tauschgeschäfts bezog 1975 die in den Niederlanden geborene Cinderella (v. Armand) ihre Box auf Gestüt Wendeln. Die rahmige Füchsin begründete von hier aus eine eigene Dressurdynastie, aus der u.a. die Bundessiegerfamilie Chinchilla, Chrystal und C’Est la Vie (alle v. Zeus), die Bundessiegerstute C’Dur (v. Landadel) und das Quintett Sir Heinrich OLD, Cindy OLD, Candy OLD, Caty OLD und Casey OLD (alle v. Sir Donnerhall I) hervorgingen. Letztgenannte Vollgeschwister stellten einen bislang einmaligen Rekord auf: alle fünf gewannen das Bundeschampionat.

Candy OLD sicherte sich zudem als beste Stute Bronze bei der WM der fünfjährigen Dressurpferde und wird von Helen Langehanenberg auf höhere Aufgaben vorbereitet.

Aus der Linie der sehr blutgeprägten Juliane III (v. Bucephalos xx) gingen die beiden OS-Siegerstuten Jella (v. Last Man Standing) und Jurwina (v. Diarado), die OS-Reserve-Siegerstute Jurwina‘s Girl (v. Cornet Obolensky), der Oldenburger Springchampion Doriano (v. Diarado), die in Großen Preisen platzierten Aquino, Aquarell PW (beide v. Argentinus) und Jamela (v. Last Man Standing) unter Denis Nielsen, die Bundeschampionats-Finalistin Journesse du Rouet (v. Balou du Rouet) sowie der HLP-Reservesieger Action Hero PW (v. Action-Breaker) hervor.

2015 übergab Paul Wendeln die Leitung seines Gestüts an seinen Sohn Peter Wendeln, der mit ebensolcher Fortune die Zucht weiterbetreibt. Jüngster „Coup“ aus dem Hause Wendeln: der dreijährige gekörte Ci bon, der auf der Hengststation von Jens und Beatrice Hoffrogge stationiert ist, und der in die Hufspuren seiner Vollgeschwister Sir Heinrich OLD, Cindy OLD, Candy OLD, Caty OLD und Casey OLD treten soll …

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