26. Oktober 2021

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Achern: Westfalen sind die Sportlichsten – LV Westfalen holt zwei Goldmedaillen in der Dressur, im Springen, Laufen und Schwimmen

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Achern (fn-press). Die bundesweit sportlichsten jungen Reiter traten am letzten September-Wochenende in Achern zum Bundesvierkampf und Bundesnachwuchsvierkampf an. Wie schon im Vorjahr wurde der ursprüngliche Frühjahrs-Termin im Kalender weit nach hinten gelegt. Zum dritten Mal in Folge waren die sportlichen Allrounder aus dem Landesverband Westfalen einfach nicht zu schlagen. Neben Doppel-Gold bei den Teams vor den Hessen und Rheinländern (Bundesvierkampf) sowie den Rheinländern und Sachsen (Bundesnachwuchsvierkampf) sprangen auch zwei Bronze-Medaillen in der Einzelwertung für die Westfalen heraus.

Die weite Anfahrt nach Baden-Württemberg hatte sich für die Titelverteidiger gelohnt: „Wir haben uns wirklich sehr gefreut über die Medaillen, denn im Vorfeld war es gar nicht so einfach, die passenden Reiter fürs Team zu finden. Normalerweise haben wir im März die erste Sichtung, aber durch Corona ist das dieses Jahr alles weggefallen. Und dann war die Turniersaison schon weit im Gang, so dass viele an den Wochenenden in Dressur- und Springprüfungen geritten sind, aber keine Zeit hatten für den Vierkampf“, so die westfälische Mannschaftsführerin Christa Middendorf. Sie musste dieses Jahr auf viele neue Gesichter setzen. Und ihr Quartett aus drei jungen Damen und einem jungen Mann (Anne Benthaus, Zoe Maria Czerwonka, Lara Welling und Frederik Schnepper) enttäuschte nicht. Mit einem guten Vorsprung auf dem Punkte-Konto (16.568) war ihnen Gold sicher. Außerdem konnte sich der 15-jährige Vielseitigkeitsreiter Frederik Schnepper (Zitat Middendorf: „Er hat sich in dem reinen Mädchen-Team wirklich gut geschlagen und ist ein feiner Kerl“) noch Bronze in der Einzelwertung holen hinter der Hessin Amelie Dechert (Gold) und der Bayerin Charlotte Nawroth (Silber). Im Laufen und Springreiten war er der Drittbeste und sorgte vor allem mit seiner Springnote (8,5) für ordentlich Punkte in der Endabrechnung. Die Westfalen holten in den Reit-Disziplinen besonders gute Noten. Die Richter vergaben in der Dressur eine 8,6 für Lara Welling (zweitbestes Dressur-Ergebnis) und eine 8,4 für Anne Benthaus.

Mit 16.315 Punkten auf den Silberrang kam die hessische Mannschaft (Amelie Dechert, Marlene Hayessen, Ida Marie Schmitz und Carl Voigt) von Anne Roßbach, die am meisten Punkte in der Dressur einheimsen konnte. Die erfahrenste Sportlerin im Team, Amelie Dechert, holte sich mit Abstand auch Gold in der Einzelwertung (5.788 Punkte) mit Top-Ergebnissen im Parcours (8,5) und im Viereck (8,6). Ganz dicht dahinter folgten die Rheinländer mit Mannschaftsführerin Ilona Franken auf dem Bronze-Rang. Victoria-Theresia Joosten, Charlotte Kersten, Victoria Katharina Kempen und Sarah Julie Behrens sammelten 16.248 Punkte. Beste Springreiterin im Bundesvierkampf war Anika Röper (8,8) aus dem sachsen-anhaltinischen Team vor Morena Bertoli (8,6) aus dem Saarland. Im Dressur-Viereck war Luna Uhleman vom LV Sachsen-Anhalt (8,7) nicht zu schlagen. Die punktbesten Lauf-Zeiten hatten die beiden Thüringer Ronja Meister (924 Punkte) und Hannes Oschmann (909 Punkte), der auch schnellster männlicher Läufer war. Als schnellste Läuferin und Schwimmerin wurde Jona-Lea Gebhardt aus dem LV Bayern geehrt. Im Wasser ließen Victoria-Theresia Joosten aus dem rheinischen Bronze-Team (976 Punkte) und Anika Röper (LV Sachsen-Anhalt, 974 Punkte) als punktbeste Schwimmerinnen die Konkurrenz hinter sich. Schnellster männlicher Schwimmer war Oskar Rauscher vom LV Baden-Württtemberg. Insgesamt elf Teams traten im Deutschlandpreis der Vierkämpfer 2021 an.

Bundesnachwuchsvierkampf: Junges Westfalen-Team holt Gold

„Dass unsere Nachwuchs-Vierkämpfer hier ganz nach vorne kommen, hat mich besonders gefreut. Die Vorstellung unserer reinen Pony-Mannschaft im Viereck war einfach vom Allerfeinsten. In den letzten Wochen konnten alle ihre persönlichen Bestleistungen mit Hilfe unserer Disziplinen-Trainer Clemens Nachtigall und Uschi Mersch-Hebing noch einmal erheblich verbessern. Einige sind sogar noch vor Schulbeginn Laufen gegangen. Davor habe ich großen Respekt“, so Christa Middendorf zum Team-Gold für die Nachwuchs-Vierkämpfer. Ganz oben auf dem Podest standen mit insgesamt 17.657 Punkten Ronja Kleinwechter, Franziska Niehoff, Philippa Busacker und Mayla Lynn Langer. Top-Leistungen brachten die beiden erst elfjährigen Sportlerinnen Philippa Busacker (Einzel-Bronze) und Franziska Niehoff (Platz vier). Philippa glänzte mit der zweitbesten Dressurnote (8,8) und sicherte sich im Springen eine 8,2. Für Franziskas Punkte-Konto zählten vor allem die beiden guten Reit-Noten (je 8,4). 1000 Punkte sammelte Ronja Kleinwechter als punktbeste Schwimmerin für ihr Team.

Mit knappem Abstand ging die Silber-Medaille an das rheinische Nachwuchs-Team von Saskia van Stephoudt (17.516 Punkte), für das Emma Buschheuer, Franziska Bockhorn, Henriette Katharina Joosten und Laura Flaswinkel am Start waren. Ganz starke Auftritte hatten dabei Franziska Bockhorn und Emma Buschheuer, die sich zusätzlich Einzel-Gold (6.048 Punkte) und Einzel-Silber (5.983 Punkte) sichern konnte. Eine 9,0 im Springen war Franziskas Bestnote, die sie mit Lea Hohmann aus Sachsen teilte. Drittbeste Springreiterin wurde Team-Kollegin Emma mit einer 8,7.

Über Bronze freuten Nika Reichert, Lea Hohmann, Cora Kropf und Marlene Grabner (16.908) und Mannschaftsführer Daniel Schwieder aus Sachsen. Nika Reichart füllte das sächsische Punkte-Konto mit klasse Reitnoten (8,7 in der Dressur und 8,6 im Springen). Lea Hohmann teilte sich mit Luca Sophie Freitag aus dem hessischen Team die beste Dressur-Note (9,0). Punktbeste Läuferin war Emily Lebong aus dem Saarland (952 Punkte) vor Valerie Lutz aus Berlin-Brandenburg (874 Punkte), die auch als schnellste Läuferin ausgezeichnet wurde, und Franziska Niehoff aus Westfalen (866 Punkte). Schnellster männlicher Läufer und Schwimmer war Lennard Uhlemann vom LV Sachsen.
Die Reihenfolge der besten Nachwuchs-Schwimmer lautete: Ronja Kleinwechter aus Westalen (1000 Punkte und schnellste Schwimmerin), Lola Schorn aus Bayern (981 Punkte und Lily Reuter aus Baden-Württemberg (963 Punkte). Insgesamt zehn Teams waren im Bundesnachwuchsvierkampf 2021 am Start. „Die Veranstaltung in Achern war mit viel Liebe organisiert und verdient großes Lob. Wir waren alle froh, dass bei diesem späten Termin ein Veranstalter gefunden werden konnte. Viele Mannschaftsführer würden sich aber für 2022 wünschen, dass wir wieder den ursprünglichen Termin rund um Ostern einplanen können“, so das Fazit von Christa Middendorf. FN/ Tina Pantel

Ergebnisse Bundesvierkampf/ Bundesnachwuchsvierkampf 2021

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