25. September 2022
Sieg im Louisdor Isabel Freese und Total Hope OLD Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

Wie die Mama, so der Sohn…

2013 hatte Weihegold OLD unter das Finale des NÜRNBERGER BURG-POKALs gewonnen und ein Jahr später im Finale des Louisdor-Preises dominiert. Sohnemann Total Hope OLD hat sich gedacht: ‚Das kann ich auch‘. 2019 hat der Totilas-Sohn im NÜRNBERGER BURG-POKAL in der Frankfurter Festhalle brilliert, heute hat er sich den Sieg im Finale des Louisdor-Preises gesichert. Mit 77,540 hat er sich deutlich vom Rest des Feldes abgesetzt und damit das zweitbeste Ergebnis geliefert, mit dem je ein Louisdor-Preis-Finale gewonnen wurde. Besser war bisher nur Emilio unter Isabell Werth im Jahr 2015 mit 79,10 Prozent. Alle Richter waren sich über den Sieg des Schockemöhle-Hengstes ebenso einig wie Fachkommentator Dr. Dietrich Plewa: „Das war schon eine sehr ausgereifte Vorstellung. Ich denke, für diese Vorstellung gibt es heute sicher das erste Mal auch ein paar 9er, vor allen Dingen in den Piaffen“, lobte der Dressurfachmann, neunmal die 9 ist es insgesamt geworden und eine 10 gab es auch noch dazu. Plewa weiter: „Es ist das Grundkonzept, das mich bei diesem Pferd begeistert: Das Pferd hat sich in jeder Form entwickelt. Und das alles mit Natürlichkeit und unheimlich viel Ausdruck.“ Fast baff schien die Siegerin selbst über die Art und Weise wie sich der Hengst auf dem Schafhof präsentiert hatte: „Ich bin mega zufrieden. Dieses Wochenende hier auf dem Schafhof mit Total Hope lief komplett über meine Erwartungen hinaus.“

Einst Körsieger in Schweden, sechsjährig Dressurpferde-WM-Finalist, siebenjährig Bronzegewinner bei der Dressurpferde-WM und BURG-POKAL-Sieger, neunjährig Sieger im Louisdor-Preis – eine beeindruckende Bilanz. Und Isabel Freese hat schon das nächste Ziel im Auge: „Wir haben hier heute unsere erste WM-Qualifikation für Norwegen erritten. Nächstes Jahr die Weltmeisterschaft in Herning – das wäre schon toll.“

Geballte Vitalis-Power marschierte auf den Plätzen zwei und drei auf: Valencia As und Valesco, beide zehnjährig, beide aus dem Stall von Fabienne Müller-Lütkemeier, beide vierjährig entdeckt und von der Mannschafts-Weltmeisterin bis zur Grand Prix-Reife ausgebildet. Im Vorfeld war Valesco tatsächlich etwas ‚höher gehandelt‘ worden als Boxennachbarin Valencia, nicht zuletzt durch seinen Doppelsieg in Aachen dieses Jahr in Grand Prix und Special. „Valesco war deutlich mehr von der Halle hier auf dem Schafhof beeindruckt als von dem Aachen er Stadion, aber das tut seiner Qualität keinen Abbruch. Ich bin unglaublich dankbar, zwei so tolle Pferde zu haben.“

Es war das 14. Finale des Louisdor-Preises, der seit 2012 von der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung unterstützt wird. Ein Finale der besonderen Qualität, wie Plewa betonte: „Die Qualität der Pferde und des Reitens hat stark zugenommen. Die Anlagen der Pferde werden immer besser genutzt, ohne dass es gezwungen aussieht. Das sieht man gerne.“
 
Otto-Lörke-Preis 2021 für Valesco
 
Der Otto-Lörke-Preis ging an den Louisdor-Finaldritten Valesco. Der zehnjährige Westfalen-Wallach gewann in diesem Jahr bereits vier internationale Grand-Prix-Prüfungen. Mit dem Preis werden Valescos Reiterin Fabienne Müller-Lütkemeier (Paderborn) sowie seine Besitzerin und Ausbildern Gina Capellmann ausgezeichnet. Der Preis, gegeben vom Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) und der Liselott-Schindling-Stiftung, wurde im Rahmen der Schafhof Edition in Kronberg überreicht. “Wenn man so hört, wer den alles schon erhalten hat, denkt man schon: Oh- cool!”, freute sich Fabienne Müller-Lütkemeier. “Valesco hat unglaublich viele Stärken und ist ein kleiner Quatschkopf, der mich aber jedes Mal aufs Neue verblüfft. Er ist ein grandioses Pferd und ich freue mich auf alles, was noch mit ihm kommt.” Pferde wie Satchmo, Bonaparte, Farbenfroh, Rusty, Gigolo, Rembrandt, Weihegold OLD, TSF Dalera BB, Showtime FRH, Cosmo oder Bella Rose haben diesen Preis bereits erhalten.
 
Als Dreijährigen hatte Fabienne Müller-Lütkemeier Valesco zusammen mit ihrer Mutter auf einer Auktion des Westfälischen Pferdestammbuchs entdeckt. Seine ersten internationalen Starts in St. Georg und Intermediaire II im dänischen Herning münzte der Fuchswallach 2019 gleich in Siege um. 2021 folgte der Einstieg in den Grand-Prix-Sport und die Qualifikation für das Finale des Louisdor-Preises. Beim CHIO Aachen siegte Valesco in Grand Prix und Special der CDI4*-Tour.
 
Der Otto-Lörke-Preis wurde in diesem Jahr zum 35. Mal vergeben. Das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) zeichnet damit im Andenken an den herausragenden Berufsreiter und Ausbilder Otto Lörke den Reiter, den Ausbilder und den Besitzer desjenigen, höchstens zehn Jahre alten Dressurpferdes aus, das dem DOKR-Dressurausschuss durch herausragende Erfolge in internationalen Grand-Prix-Prüfungen aufgefallen ist. Der Preis wurde initiiert von Liselott Schindling-Rheinberger.
 
Für Fabienne Müller-Lütkemeier und ihre Mutter Gina Capellmann ist es bereits die zweite Auszeichnung dieser Art. 2016 erhielten sie den Otto-Lörke-Preis für die Ausbildung und die Erfolge von Fabregaz.
www.festhallenreitturnier-frankfurt.com

Ergebnisse 19. Dezember 2021:
11 Louisdor-Preis – Finale 2021
Nachwuchspferde Grand Prix FN für 8-10j. Pferde Grand Prix

  1. Isabel FREESE TOTAL Hope OLD 77,54% NOR
  2. Fabienne MÜLLER-LÜTKEMEIER  VALENCIA AS 74,180%  GER
  3. Fabienne MÜLLER-LÜTKEMEIER  VALESCO 50   73,380% GER
  4. Anabel BALKENHOL GIVE ME FIVE  72,620% GER
  5. Frederic WANDRES HOT  HIT 3  72,440  GER
  6. Dorothee SCHNEIDER  SISTER ACT MT OLD  71,700% GER
  7. Emma KANERVA  MIST OF TITANIUM  OLD   71,160% FIN
  8. Annabel Dr. FRENZEN  SILBERSTERN  70,50% GER
  9. Lena WALDMANN MORRICONE  70,460% GER
  10. Bianca NOWAG, FLORINE OLD  69,440% GER
  11. Thomas WAGNER FILIGRANO MARONE  69,040% GER
  12. Emma KANERVA  FELDROSE 11  68,800% FIN

  
13 NÜRNBERGER BURG-POKAL der Dressurreiter 2021 – Finale
Prix. St. Georg Special für 7-9j. Pferde 

  1. Straight Horse Ascenzione, Langehanenberg, Helen 77.268 % GER/RV St.Georg Münster e.V.
  2. Schöne Scarlett, Langehanenberg, Helen 77.000 % GER/RV St.Georg Münster e.V.
  3. Quizmaster 8, Wandres, Frederic 75.463 % GER/RSC Osnabruecker Land e.V.
  4. Absinth 60 Schürmann, Charlott-Maria 75.439 % GER/RV Gehrde e.V.
  5. Leo Löwenherz 11, Feilzer, Niklaas 74.122 % GER/RFV Graf von Schmettow Eversael
  6. Thiago GS, Rath, Matthias Alexander 73.878 % GER/Frankf.Turnierst.Schw.Gelb e.V.
  7. Caracciola MT, Bachmann Andersen, Daniel 72.659 % DEN/RSC Osnabruecker Land e.V.
  8. Imposantos, Veeze, Bart 72.366 % NED/Pferdesportgemeinschaft Samern e.V.
  9. Feel Free OLD, Brune ,Bernadette 71.951 % GER/TG Bad Zwischenahn
  10. S Rockyna, Geßmann, Sabrina 71.366 % GER/RFV Nienberge-Schonebeck e.V.
  11. Citation 3, Wego-Engelmeyer,Nicole 71.098 % GER/RSC Osnabruecker Land e.V.


16 Preis der Liselott Schindling Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports
Piaff-Förderpreis / FINALE  U25 Grand Prix – nat. Dressurprüfung Kl.S***

  1. Flanell 15, Rothenberger,Semmieke 74.500 % GER/Bad Homburger RFV
  2. FBW Sunfire, Lindner,Ann-Kathrin 73.820 % GER/RV Ilsfeld
  3. Paola 239, Schrader,Alina 69.980 % GER/Reitgemeinschaft Hof Barkholz eV
  4. Biedermeier, Scheßl,Anna Magdalena 69.140 % GER/RA München e.V.
  5. Exclusive BB, Netz,Raphael 68.900 % GER/RFV Aubenhausen e.V.
  6. Ein Traum 2, Holzknecht,Paulina 67.480 % GER/RV Gut Jagenberg e.V.
  7. Aida Luna OLD, Breimann,Lisa 67.280 % GER/ZRFV Lützow Selm-Bork-Olfen e. V

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