25. September 2022
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Grote Brogel: Heidemarie Dresing mit Topnoten in der Kür – Erster internationaler Sieg für Gianna Regenbrecht

Grote Brogel/BEL (fn-press). Kurz vor dem nominativen Nennungsschluss für die Weltmeisterschaften der Para-Dressurreiter in Herning hat in Grote Brogel in Belgien ein weiteres Para-Dressurturnier mit deutscher Beteiligung stattgefunden.

In Grade I bestritten Martina Benzinger (Remda-Teichel) und ihre Lipizzanerstute Nautika bereits ihr sechstes internationales Turnier. Dabei blieben sie im in den ersten beiden Prüfungen zunächst etwas unter ihren Möglichkeiten. „Bei der ersten Prüfung fing die Stute beim zweiten Halten an zu äppeln und stand danach etwas unruhig und in der zweiten Prüfung kamen die beiden – als Einzige übrigens – in einem kurzen, aber heftigen Regenschauer“, schilderte Bundestrainer Bernhard Fliegl die Situation. In der Kür dann waren Benzinger und ihre Schimmelstute nicht zu schlagen. Mit 76,322 Prozent ließen sie damit nicht nur die Niederländerin Annemarieke Nobel mit Doo Schufro hinter sich, sondern auch die viermalige Paralympicsteilnehmerin Laurentia Tan aus Singapur. Sie wurde mit ihrem Tokio-Pferd Banestro Dritte.

Auch in Grade II konnte gab es einen deutschen Sieg in der Kür. Mit 78,011 Prozent erzielte die deutsche Tokio-Reiterin Heidemarie Dresing aus Rheda-Wiedenbrück mit ihrer Hannoveraner Stute La Boum ihr bislang bestes Ergebnis und setzte sich damit an die Spitze. In den ersten beiden Prüfungen schien sie dagegen etwas vom Pech verfolgt: „In der ersten Prüfung flog neben dem Viereck eine Zeltplane hoch, woraufhin die Stute einen Riesensatz in die Mitte machte. Und in der zweiten Prüfung musste sie als erste Starterin auf den Platz, wo an einer Stelle immer noch eine Pfütze stand. Und jedes Mal, wenn sie da vorbeikam, bremste La Boum ab“, sagte Fliegl. Mit ihren Ergebnissen musste sie daher Gianna Regenbrecht (Münster) mit dem Oldenburger Hengst Fürst Sinclair den Vortritt lassen. Die Medizinstudentin erzielte in allen drei Prüfungen zwischen 72 und 73 Prozent und konnte damit gleichzeitig ihre ersten beiden internationalen Siege feiern. In der Kür allerdings schoss der Rappe im Mitteltrab einmal los und galoppierte an. Trotz dieses kleinen Malheurs, was einige Punkte kostete, gab es immerhin noch 72,944 Prozent – Platz drei. „Hier wächst ein tolles Paar für die Zukunft heran, mit noch richtig Luft nach oben und man kann gespannt sein, in welchen Bereich das noch geht“, sagte der Bundestrainer.

Immer stärker und immer konsequenter im 70er Bereich bewegen sich auch Melanie Wienand (Osnabrück) und Lemony’s Loverboy (Grade III) sowie Isabell Nowak (Apelern) mit Fayola DB (Grade V). Mit ihren Küren belegten sie die Plätze vier beziehungsweise drei in ihrem jeweiligen Grade. „Die beiden entwickeln sich konsequent in die richtige Richtung und werden dafür auch mit den entsprechenden Punkten belohnt. Ich bin froh, dass wir jetzt viel breiter aufgestellt als noch zu Beginn des Jahres und auch für die Zukunft noch mehr Optionen haben, wenn es darum geht, internationale Turniere und Championate zu beschicken“, sagte Fliegl.

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