16. August 2022

Westfalens Eliteponystuten brillieren vor Traumkulisse – 55. Westfälische Eliteschau für Deutsche Reitponys

Bühne frei für die drei- und vierjährigen Deutschen Reitponystuten hieß es am Samstagvormittag auf der Westfalen-Woche. Insgesamt 32 Elitestuten wurden der Kommission, die sich aus den Zuchtleitern Katrin Tosberg und Thomas Münch, Rassevertreter Michael Recker und Reinhard Cramer, 1. Vorsitzender des Pferdestammbuches Weser-Ems, zusammensetzte, präsentiert. Vor herrlicher Kulisse mit Handorfer Sonnenschein und vollen Rängen wurden zwei Siegerstuten des Jahres 2022 auserkoren: Cascada Rose v. Cosmopolitan D NRW/Casino Royale K WE siegte bei den dressurbetonten Deutschen Reitponystuten und Vencedora v. Vinccenzo SH/Capri Moon hatte bei den springbetonten Elitestuten die Nase vorn.

Auf vier Ringe aufgeteilt demonstrierten die Deutschen Reitponystuten sowohl der Kommission als auch dem zuchtinteressierten Publikum, dass sie den bereits gestern in Szene gesetzten Warmblutstuten nichts nachstehen. Zwölf Stuten lösten mit ihrem Auftritt das Ticket für den abschließenden Endring. In der Schrittrunde bot sich ein eindrucksvolles Bild bestens herausgebrachter, typvoller Reitponystuten.

Siegerstute der dressurbetonten Reitponystuten wurde keine geringere als die Voll- bzw. Halbschwester zu den gekörten Hengsten DSP Cosmo Royal und Herzzauber D: Cascada Rose von Cosmopolitan D NRW aus der St.Pr.St. Cascada Royale WE. Gezogen und ausgestellt von Danica Duen, Bad Oeynhausen, punktete die typstarke und weit gereifte Fuchsstute nicht nur mit ihrem hervorragenden Exterieur, sondern auch mit außerordentlicher Bewegungsgüte. Insbesondere die überragende Oberarmmechanik im Trab machte schlussendlich den hauchdünnen Unterschied für die von den zahlreichen Zuschauern gefeierte Siegerstute. Bereits am Donnerstag hatte sich Cascada Rose unter dem Sattel ihrer Züchterin mit einem Sieg für das Finale des Westfalen-Championats für dreijährige Stuten und Wallache qualifiziert.

Als 1. Reservesiegerin gab sich die dreijährige FS Numero Uno-Tochter Nuna de Luxe nur knapp geschlagen. Die typstarke Fuchsstute geht aus einem hocherfolgreichen Mutterstamm hervor und wurde von Heinrich Sondermann, Haltern am See, aus der St.Pr.St. Sivenja von Superman II gezogen. Ausstellerin der Staatsprämienstute ist Inken Tittel, Bremen. Die Kommission lobte das korrekte Fundament, harmonische Körperproportionen sowie die in Perfektion demonstrierten Bewegungen.

Den 2. Reservesieg sicherte sich die vierjährige Palominostute Dame d’or AT WE. Aussteller Adolf-Theo Schurf trägt auch die züchterische Verantwortung für die Tochter des Dreidimensional I AT NRW aus der St.Pr.St. Damenwahl K WE von Dimension AT NRW. Thomas Münch befand, dass man die Stute „schöner nicht malen könnte“ und lobte darüber hinaus das kadenzierte Hinterbein in der Trabbewegung. Mit D-Gold AT NRW, D-Dur AT und D-Deluxe AT als gekörte Voll- und Halbbrüder stammt die bildschöne Stute aus einer berühmten Familie. Umso erfreulicher, dass sie der Zucht erhalten bleibt.

Die Siegerschärpe als beste springbetont gezogene Reitponystute schmückte die dreijährige Vencedora von Vincenzo SH aus der St.Pr.St. Cascana von Capri Moon. Der stolze Züchter und Aussteller Bernhard Große-Hokamp, Ostbevern nahm die goldene Medaille der Landwirtschaftskammer NRW persönlich entgegen. Die mit 1,42 m im unteren Rahmen stehende, charmante Fuchsstute überzeugte bereits im Rahmen ihrer Stutenleistungsprüfung mit herausragender Sprunggewalt und erhielt für das Freispringen eine 9,0. Energie und Vermögen der Stute lassen Springreiterherzen höherschlagen, lobt Thomas Münch.

Die vierjährige Captain Meyer/Night Power-Tochter Captain‘s Liebling wurde als 1. Reservesiegerin auserkoren. Die von Jessica Weidmann, Versmold, ausgestellte, langbeinige und sportive Stute bewies Vermögen, Abdruck und Leistungsbereitschaft beim Freispringen ebenfalls im Rahmen ihrer Stutenleistungsprüfung. Züchterin Jessica Meier Overesch, Harsewinkel, durfte sich nicht nur über den 1. Reservesieg ihres Zuchtproduktes freuen, sondern auch über den Sonderehrenpreis für die erste selbstgezogene Staatsprämienstute, gestiftet von der Reiter&Pferde in Westfalen.

Zuchtleiter Thomas Münch dankte auch im Namen von Zuchtleiterin Katrin Tosberg allen Ausstellern, die die Stuten großartig herausgebracht und in bester Schaukondition präsentierten. Nicht zuletzt sollten insbesondere die Züchter gefeiert werden, die diese schönen Momente ermöglichten und auch dafür sorgten, dass bei der Anfang August im polnischen Strzegom stattfindenden Pony-EM westfälische Ponys die Fahnen für das Westfälische Pferdestammbuch hochhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This website uses cookies. By continuing to use this site, you accept our use of cookies.  Mehr erfahren

%d Bloggern gefällt das: