30. November 2022
Karsten Huck - hier beim CSI Neustadt-Dosse 2019 - hat seine Trainertätigkeit bei der Hengsthaltungs GmbH des Holsteiner Verbandes niedergelegt. (Foto: Lafrentz)

“No more Karsten Huck” – Reitmeister legt Trainerjob nieder

Reitmeister Karsten Huck hat seine im Juli 2021 angetretene Aufgabe als Trainer der Hengste in der Hengsthaltungs GmbH des Holsteiner Verbandes niedergelegt. Mit sofortiger Wirkung. Der Also vorzeitig  – und dann noch vorzeitiger, als er selbst es sich überlegt hatte. Karsten Huck war Olympiadritter der Springreiter (1988) und Vize-Weltmeister Team (1990) – um mal auf das Aller-Notwendigste zu reduzieren – vor allem aber ist er ein international renommierter Ausbilder für Pferde und Reiter/innen.

Wohl vor allem deswegen hatte man ihn beim Verband verpflichtet, als Lorenz Lassen als Trainer der Hengste den Verband verließ. Hucks Demission sind Differenzen voraus gegangen, wie er in einer Erklärung mitteilt: 

„Als Trainer der Holsteiner Verbandshengste fühle ich mich gegenüber der Züchterschaft verantwortlich, Ihren interessanten und bedeutungsvollen Hengsten eine solide Grundausbildung zukommen zu lassen. Dieses insbesondere, um die Gesunderhaltung der Hengste nachhaltig zu gewährleisten.

Bei einem halben Trainingstag in der Woche auf der Anlage des Holsteiner Verbandes sehe ich bei den derzeitig organisatorischen Defiziten keine Möglichkeit, meine Ansprüche zu verwirklichen. Hinzu kommt die Tatsache, dass mein vorgegebener Ausbildungsweg für die Hengste wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft der Geschäftsführung und deren Bereiter während meiner Abwesenheit nicht eingehalten wird.

Diese Tatbestände veranlassten mich auf einer von mir anberaumten Besprechung am 1.11.2022 meine Trainertätigkeit mit der Holsteiner Hengsthaltung GmbH zum Jahresende zu beenden.

Da einzelne Vorstandsmitglieder im Vorfeld, während und nach dieser Besprechung sich in einer von mir nicht akzeptabelen Weise benommen haben, sehe ich mich nunmehr gezwungen, meine Trainingstätigkeit aufgrund des nicht mehr bestehenden Vertrauensverhältnisses mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Die Erklärung endet mit den Worten: “Züchter seid wachsam!“

Karsten Huck erklärte auf Nachfrage, dass er für sich selbst aufgelistet habe, wo Defizite liegen und warum und wo er Verbesserungs- und Nachholbedarf sieht. “Am Ende habe ich festgestellt, dass diese Liste doch deutlich zu lang war”, sagt der Ausbilder unumwunden. Ausschlaggebend dafür, dass Huck nun sofort seine Tätigkeit beendete, sei tatsächlich Form, Verlauf  und “Nachspiel” der Besprechung gewesen. An dieser von Huck initiierten Besprechung hätten u.a. Sebastian Rohde (GF Hengsthaltungs GmbH), sowie Ulrich Steuber (Vorsitzender Holsteiner Verband) und der 2. Vorsitzende, Dr. Maximilian Slawinski – nicht aber – wie von Huck eingeladen – der Bereiter Jens Klöppel teilgenommen. 

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